Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology, bestätigt, dass kolorimetrische Testtücher ein schnelles und kostengünstiges Screening auf Blei in Wohnumgebungen ermöglichen. Solche Tücher wurden vom National Institute for Occupational Safety and Health entwickelt und in Feldproben erprobt.
Das Forschungsteam von der University of Washington School of Public Health und der Boston University School of Public Health sammelte 104 Proben aus neun Wohnungen und sieben Fahrzeugen von Bauarbeitern, die mit Kindern leben. In Anwesenheit von Blei färbten sich die Tücher hellorange, orange oder rot und signalisierten damit niedrige, mittlere beziehungsweise hohe Konzentrationen. Die Tücher detektierten Blei auf nahezu 60 % der Wohnflächen und auf 71 % der Fahrzeuge; die Proben wiesen nur eine geringe Rate falsch negativer Ergebnisse und lieferten Resultate ähnlich zu späteren Labortests.
Blei fand das Team auf Böden, Schuhen, Waschgeräten, Kofferäumen und lackierten Flächen wie Fensterbänken. In Wohnungen zeigten Küchen die höchsten Bleikonzentrationen, im Auto war der Kofferraum am stärksten betroffen. Föderale Richtlinien empfehlen kolorimetrische Tücher derzeit nur in beruflichen Umgebungen, weil es bisher wenig Daten aus Wohnbereichen gab.
Die Forschenden konnten nicht klären, welcher Anteil der Kontamination von Mitnahmeexpositionen gegenüber Altanstrichen stammt; Blei in Farben wurde in den 1970er Jahren verboten, bleibt aber in älteren Häusern verbreitet, und Boston zählt zu den älteren Immobilienmärkten. Diana Ceballos und M. Pilar Botana Martinez entwickelten eine Anleitung für die Anwendung zu Hause. Das Team empfiehlt, Studien auf weitere Haushalte auszuweiten, auch auf solche ohne exponierte Arbeitskräfte, und kommerzielle Sets zu vergleichen, um eine behördliche Zulassung zu informieren. Die Studie wurde vom US Department of Housing and Urban Development finanziert.
Schwierige Wörter
- kolorimetrisch — mit Farbreaktion arbeitend, zeigt chemische Stoffekolorimetrische
- screening — schnelle Untersuchung, um Risiken zu entdecken
- detektieren — etwas finden oder nachweisen, oft mit Testsdetektierten
- mitnahmeexposition — Eintrag von Schadstoffen von außen ins ZuhauseMitnahmeexpositionen
- altanstrich — frühere Farbschicht an Wänden oder GegenständenAltanstrichen
- kontamination — Verschmutzung oder Verunreinigung mit schädlichen Stoffen
- zulassung — offizielle Genehmigung durch eine Behörde
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie könnten kolorimetrische Testtücher Familien mit Kindern praktisch helfen? Nennen Sie Gründe.
- Welche Vorteile hätte eine behördliche Zulassung für kommerzielle Testsets?
- Sollten weitere Studien Haushalte ohne exponierte Arbeitskräfte einschließen? Begründen Sie Ihre Meinung.
Verwandte Artikel
Huck-Video im Parque Indígena do Xingu sorgt für Kritik
Im August drehte Luciano Huck in Parque Indígena do Xingu. Monate später wurde ein Hinter-den-Kulissen-Video mit Anitta auf Instagram viral. Indigene Organisationen kritisierten Hucks Äußerungen und verteidigten den Zugang zu Technik; Huck sagte, er sei missverstanden worden.
Usbekistan baut Müll-zu-Energie-Anlagen mit chinesischen Investoren
Usbekistan begann im Juli 2025 mit dem Bau großer Abfall-zu-Energie-Anlagen zusammen mit chinesischen Firmen. Die Projekte sollen Abfall verbrennen, Strom erzeugen und sind Teil eines Plans mit mehreren Anlagen bis 2027, es gibt aber auch Umwelt- und Transparenzbedenken.
KI entdeckt neues Ziel gegen Affenpocken
Forscher nutzten AlphaFold 3, um ein virales Oberflächenprotein namens OPG153 als Ziel für Antikörper zu finden. Mäuse bildeten nach Injektion eines künstlichen OPG153-Antigens neutralisierende Antikörper, was neue Impf- und Therapieansätze möglich macht.
Manyange Na Elombo: Küstenschutzgebiet in Kamerun
Das Manyange Na Elombo Schutzgebiet liegt an der Küste Kameruns bei Ebodje (etwa 3,000 Einwohner). Es wurde 2021 ausgewiesen und schützt Meeresschildkröten, Fischgründe und lokale Lebensgrundlagen, hat aber Entwicklungsdruck vom Hafen Kribi.
Kürzungen der Auslandshilfe 2025 bedrohen Gesundheit weltweit
Im Jahr 2025 führten weitreichende Kürzungen der internationalen Hilfe zu Störungen von Gesundheits- und Hilfsdiensten. Die USA setzten am 20. January fast alle Auslandshilfeverträge aus und schlossen USAID; mehrere Länder kürzten ebenfalls ihre Hilfe.