Eine aktuelle wissenschaftliche Studie zeigt, dass der Konsum von negativen Nachrichten während der Arbeitszeit große Probleme verursacht. Das Phänomen wird als Doomscrolling bezeichnet und beschreibt das zwanghafte Lesen von belastenden Berichten in sozialen Medien. Besonders junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren in Ländern wie den USA und Großbritannien zeigen dieses Verhalten häufig.
Die Untersuchung macht deutlich, dass solche Inhalte die geistige Kapazität der Beschäftigten binden. Angestellte grübeln über die gelesenen Informationen nach, was zu einem deutlichen Verlust an Engagement und Produktivität führt. Dieser negative Effekt ist bei Personen mit einem höheren Grad an Neurotizismus, also einer Neigung zu Ängsten und Sorgen, besonders stark ausgeprägt.
Viele Nutzer greifen zu ihren Geräten, weil sie Krisen und unklare Situationen verstehen möchten. Da moderne Arbeitsplätze durch Smartphones und Laptops ständigen Internetzugang ermöglichen, ist die Ablenkung nah. Statt strenger Verbote empfehlen Experten jedoch, dass Arbeitnehmer selbst persönliche Grenzen setzen und den Nachrichtenkonsum auf die Freizeit außerhalb des Büros beschränken.
Schwierige Wörter
- Konsum — Die Nutzung oder der Verbrauch von etwas.Nachrichtenkonsum
- belastend — Etwas, das psychisch schwer ist und Sorgen macht.belastenden
- Beschäftigte — Menschen, die in einer Firma arbeiten.Beschäftigten
- Produktivität — Die Leistung und der Erfolg bei der Arbeit.
- Ablenkung — Etwas, das die Aufmerksamkeit von der Arbeit abzieht.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie oft schauen Sie während der Arbeit auf Ihr Smartphone und warum tun Sie das?
- Welche Möglichkeiten gibt es, um sich im Alltag weniger von schlechten Nachrichten belasten zu lassen?
- Glauben Sie, dass soziale Medien die Produktivität am Arbeitsplatz stark verschlechtern?
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