Neue Forschung analysierte Mikrofossilien und zugehörige Gesteine, um zu klären, wo frühe Eukaryoten lebten und wie sie Sauerstoff nutzten. Die Proben stammen aus Becken im Norden Australiens. Die Forscher ordneten Sedimenttypen vier Umgebungen zu: Lagunen, Gezeitenbereiche, Küstenregionen und Offshore-Gewässer.
Geochemische Messungen und Sedimentologie halfen, die örtliche Sauerstoffverteilung zu bestimmen. Minerale und Elementkonzentrationen zeigten, dass der atmosphärische Sauerstoff damals sehr niedrig war, etwa 1% oder weniger des heutigen Niveaus, und dass Sauerstoff im Ozean sehr ungleich verteilt war. Die Fossilien finden sich fast ausschließlich in Gesteinen von oxygenierten Meeresboden-Umgebungen.
Das Muster legt nahe, dass frühe Eukaryoten für Teile ihres Lebenszyklus Sauerstoff benötigten und am Meeresboden lebten, nicht frei in der Wassersäule. Die Autoren sehen darin auch Unterstützung für eine frühe Aufnahme von Mitochondrien und erklären, warum die eukaryotische Vielfalt lange gering blieb.
Schwierige Wörter
- mikrofossil — kleine fossile Überreste von LebewesenMikrofossilien
- sedimenttyp — Art von Sediment oder AblagerungSedimenttypen
- geochemisch — Untersuchung chemischer Elemente in GesteinenGeochemische
- sedimentologie — Lehre von Ablagerungen und Sedimenten
- mitochondrium — Zellorganelle, die Energie in Zellen liefertMitochondrien
- lebenszyklus — Abfolge der Stadien im Leben eines Organismus
- sauerstoffverteilung — Wie sich Sauerstoff an einem Ort verteilt
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie würden Sie kurz erklären, warum frühe Eukaryoten Teile ihres Lebenszyklus mit Sauerstoff benötigten?
- Welche Vor- oder Nachteile könnte das Leben am Meeresboden für frühe Eukaryoten gehabt haben?
- Wie helfen Untersuchungen von Mikrofossilien und Gesteinen, die frühe Erdgeschichte zu verstehen?
Verwandte Artikel
Höhere Entzündungswerte und mehr Nutzung sozialer Medien
Eine Studie der University at Buffalo zeigt, dass höhere Entzündungswerte (gemessen mit CRP) mit einer Präferenz für soziale Medien statt persönlicher Treffen verbunden sind. Forschende nutzten Bluttests, Fragebögen und eine Woche Screen-Time.
Hub‑Zellen steuern die innere Uhr im Gehirn
Forscherinnen und Forscher entwickelten das Werkzeug MITE, um zu zeigen, wie Zellen im suprachiasmatischen Nukleus (SCN) miteinander kommunizieren. Sie fanden, dass wenige stark vernetzte Hub‑Zellen die Synchronität der inneren Uhr tragen.
Biologische Signale für Lebenserwartung bei Hunden ähneln denen beim Menschen
Neue Ergebnisse des Dog Aging Project zeigen: Messbare biologische Signale, die die Lebenserwartung vorhersagen, treten sowohl bei Menschen als auch bei Hunden auf. Die Studie erschien in The Journals of Gerontology.