Forscher beschrieben ein überraschendes Balzsignal der scherenartig geschwänzten Nachtschwalben in Nordargentinien. Die Studie erschien im Journal of Avian Biology und wurde von Christopher Clark von der University of California, Riverside, zusammen mit Juan Ignacio Areta von CONICET geleitet. Die Vögel leben in mondbeschienenen Wäldern und Buschland und sind nachts aktiv.
Mit hochschnellen Infrarotkameras filmte das Team in den Stunden vor der Morgendämmerung, oft nahe dem Vollmond und häufig zwischen 3 und 4 Uhr morgens, wie Männchen ihre Handgelenkstragflächen der Flügel gegeneinander schlagen. Die Aufnahmen bestätigten, dass das scharfe Schnappgeräusch nicht vokal ist, sondern entsteht, wenn die Radienknochen der Flügel aufeinandertreffen.
Die Forscher untersuchten Museumspräparate und fanden keine offensichtlichen anatomischen Modifikationen. Clarks Labor untersucht nun die Physik dieser ungewöhnlichen Tiergeräusche und prüft auch, ob manche flügelgenerierten Töne winzige Schockwellen erzeugen könnten. Außerdem wurde ein weiterer ungewöhnlicher Ton bei Luftverfolgungen aufgenommen; seine Quelle ist noch unklar.
Schwierige Wörter
- balzsignal — Verhaltenssignal eines Tieres zur Partnersuche
- nachtschwalbe — nachtaktiver Vogel mit scherenartigen SchwanzfedernNachtschwalben
- infrarotkamera — Kamera, die Infrarotlicht registriert und Dunkelheit sichtbar machtInfrarotkameras
- handgelenkstragfläche — Teil des Flügels nahe dem HandgelenkHandgelenkstragflächen
- museumspräparat — ausgestopftes Tier oder Sammlungsobjekt im MuseumMuseumspräparate
- schockwelle — sehr kurze, starke Druckwelle in der LuftSchockwellen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum könnten nicht-vokale Balzsignale für nachtaktive Vögel nützlich sein?
- Welche Vorteile haben Infrarotkameras für die Beobachtung nachtaktiver Tiere?
- Wie würden Sie weiterforschen, um die Quelle des zweiten ungewöhnlichen Tons zu finden?
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