Forscher an der University of California, Riverside stellten gehirnähnliches Gewebe her, ohne tierische Ausgangsstoffe oder biologische Beschichtungen zu verwenden. Die Arbeit wurde von Iman Noshadi geleitet und in der Fachzeitschrift Advanced Functional Materials beschrieben. Prince David Okoro ist Erstautor der Studie.
Als Material nutzten die Forschenden Polyethylenglykol (PEG). Sie formten daraus ein texturiertes Gerüst mit miteinander verbundenen Poren. In diesem Gerüst können gespendete Gehirnzellen wachsen und funktionelle Netzwerke bilden.
Das Modell soll helfen, Schlaganfälle, traumatische Hirnverletzungen oder Alzheimer zu untersuchen und kann den Einsatz von Tiergehirnen für Forschung reduzieren.
Schwierige Wörter
- gehirnähnlich — wie ein Gehirn in Form oder Funktiongehirnähnliches
- ausgangsstoff — Stoff, der als Material für etwas benutzt wirdAusgangsstoffe
- beschichtung — dünne Schicht auf einer OberflächeBeschichtungen
- fachzeitschrift — Zeitschrift mit wissenschaftlichen Artikeln für Forscher
- gerüst — Rahmen oder Struktur, die etwas trägt
- pore — kleines Loch oder Öffnung in einem MaterialPoren
- spenden — jemandem freiwillig etwas für Forschung gebengespendete
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würdest du Gehirnzellen für die Forschung spenden? Warum oder warum nicht?
- Warum ist es gut, wenn Forscher weniger Tiergehirne verwenden?
- Welche Vorteile hat ein Gerüst ohne tierische Ausgangsstoffe?
Verwandte Artikel
Moderne Räucheröfen verringern Fischverluste am Malawisee
Forscherinnen und Forscher entwickelten geschlossene Räucheröfen, die weniger Brennholz brauchen und Fisch länger haltbar machen. Das Projekt startete 2024 und will Verarbeiterinnen und Verarbeitern helfen und Verluste reduzieren.
Molekül speichert Sonnenlicht als Wärme
Forscher an der UC Santa Barbara entwickelten ein modifiziertes Molekül, das Sonnenlicht in chemischen Bindungen speichert und bei Bedarf als Wärme freisetzt. Experimente erzeugten genügend Wärme, um Wasser zum Kochen zu bringen; die Entwicklung wird weiter gefördert.
Baniwa erhält Preis für Klima, Bildung und Praxis
Dzoodzo Baniwa aus dem Alto Río Negro im Amazonas bekam eine Auszeichnung der Bunge Foundation. Der Preis würdigte seine Arbeit zur Klima-Notlage, seine Bildungsarbeit und Projekte, die indigenes Wissen mit wissenschaftlicher Praxis verbinden.
Alternatives Spleißen hilft, unterschiedliche Lebensdauern zu erklären
Eine Studie in Nature Communications vergleicht alternatives Spleißen in 26 Säugetierarten (2.2–37 Jahre) in sechs Geweben. Das Gehirn zeigt besonders viele lebensdauer‑verknüpfte Spleißereignisse, die von RNA‑bindenden Proteinen gesteuert werden.