Budhani: Eine Tharu-Novelle über eine KräheCEFR B1
31. Juli 2025
Adaptiert nach Sanjib Chaudhary, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Philippe Murray-Pietsch, Unsplash
„Budhani“ ist eine neu erzählte Novelle, die auf einer Tharu-Volkserzählung basiert. Sie verbindet den Kampf gegen rechtliche und soziale Ungerechtigkeit mit Szenen von Liebe, Gefühlen und engen Gesprächen zwischen einer Mutter und ihren Kindern. Im Mittelpunkt steht eine Krähe, die nach der Wiedergeburt als Mädchen für ihre Rechte kämpft.
Prawin Adhikari nutzte zwei von Krishna Sarbahari gesammelte Volksmärchen als Quelle. Aus einem kurzen Text von sechs oder sieben Seiten entwickelte er eine eigenständige Fabel und schrieb Szenen aus der Perspektive der Krähe und des Mädchens. Er beschreibt seinen Schreibprozess als eher mechanisch.
Indu Tharu, geboren im Dorf Ranamura im Kailali-Distrikt, überführte die Geschichte in die Tharu-Sprache. Dabei suchte sie verlorene Tharu-Wörter und bekam Hilfe von anderen Schriftstellern und aus ihrer Familie. Sie möchte weiter über die Erfahrungen und Beiträge tharuischer Frauen schreiben.
Schwierige Wörter
- volkserzählung — eine mündlich überlieferte traditionelle GeschichteTharu-Volkserzählung
- ungerechtigkeit — wenn Menschen nicht gleich und schlecht behandelt werden
- wiedergeburt — neues Leben nach dem Tod in einer anderen Form
- fabel — kurze erfundene Erzählung mit einer Moral
- schreibprozess — der Ablauf beim Verfassen eines Textes
- überführen — in eine andere Sprache oder Form bringenüberführte
- mechanisch — ohne große Gefühle oder kreative Absicht geschrieben
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Glauben Sie, dass Geschichten wie „Budhani“ auf soziale Ungerechtigkeit aufmerksam machen können? Warum oder warum nicht?
- Welche Bedeutung haben Übersetzerinnen wie Indu Tharu für kleine Sprachen? Nennen Sie zwei Gründe.
- Wäre eine Erzählung über Wiedergeburt und Rechte heute wichtig? Begründen Sie Ihre Meinung.
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