Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Studie untersuchte 422 Frauen, die monophasische kombinierte orale Kontrazeptiva einnahmen. Die Teilnehmenden führten tägliche Aufzeichnungen über 49 aufeinanderfolgende Tage. Das Design war eine Within-Person-Studie: Jede Frau diente als eigene Vergleichsgrundlage, indem Tage mit aktiven Tabletten mit Tagen mit inaktiven Tabletten verglichen wurden.
Emotionales Essen wurde als Überessen als Reaktion auf negative Gefühle definiert. Die Forschenden fanden, dass emotionales Essen an Tagen mit aktiven Tabletten signifikant höher war als an inaktiven Tagen. Dieses Muster zeigte sich über zwei vollständige Pillenzyklen und auch in einer Teilgruppe mit diagnostizierter Binge-Eating-Störung. Die Unterschiede blieben bestehen, nachdem negative Stimmung berücksichtigt wurde.
Die Analyse berichtete durchschnittliche Veränderungen in der Gruppe; individuelle Reaktionen variierten. Die Forschungsgruppe wurde von Kelly Klump (Michigan State University) geleitet; Shaunna Clark (Texas A&M University) war Coautorin. Die Studie nennt eine Assoziation, aber keinen Beweis für Kausalität.
Schwierige Wörter
- kontrazeptivum — Medikament, das eine Schwangerschaft verhindertKontrazeptiva
- teilnehmende — Personen, die an einer Studie mitmachen
- within-person-studie — Studie, bei der jede Person mit sich selbst verglichen wird
- emotionales Essen — Überessen als Reaktion auf negative Gefühle
- assoziation — Verbindung oder Zusammenhang zwischen zwei Dingen
- kausalität — Beziehung, bei der eine Sache eine andere verursacht
- signifikant — statistisch wichtig, nicht nur zufällig
- teilgruppe — kleinere Gruppe innerhalb einer größeren Gruppe
- veränderung — Änderung, die im Mittel in einer Gruppe auftrittVeränderungen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Haben Sie schon einmal bemerkt, dass Ihre Stimmung Ihr Essverhalten beeinflusst? Beschreiben Sie kurz.
- Welche Informationen würden Sie jemandem geben, der vermutet, dass seine Verhütung das Essverhalten verändert?
- Warum ist es wichtig, dass individuelle Reaktionen in einer Studie unterschiedlich sein können?
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