Neue Forschung legt nahe, dass alltägliche Gespräche von Angesicht zu Angesicht langsam zurückgehen. Die Studie, veröffentlicht in Perspectives on Psychological Science, berichtet, dass Menschen jedes Jahr 338 gesprochene Wörter verlieren. Die Autorinnen und Autoren sagen, dieser Rückgang habe sich seit mindestens anderthalb Jahrzehnten fortgesetzt.
Die Schlussfolgerung basiert auf einem Vergleich von Sprachmengen über die Zeit und nicht auf einer einzelnen kurzfristigen Momentaufnahme. Matthias Mehl von der University of Arizona wollte ursprünglich eine ältere Studie von 2007 replizieren. Während des Replikationsversuchs entdeckte er mit seinem Team ein breiteres Muster eines jahrelangen Rückgangs.
Mehl arbeitete für die neue Studie mit Valeria Pfeifer von der University of Missouri–Kansas City zusammen; Pfeifer ist Erstautorin. Die Forschenden diskutieren mögliche Folgen für soziale Bindung und Alltag und sehen Bedarf an weiteren Untersuchungen.
Schwierige Wörter
- alltäglich — Im täglichen Leben oft vorkommend, normal.alltägliche
- angesicht zu angesicht — Von Person zu Person direkt, ohne Technik.
- rückgang — Eine Abnahme oder Verminderung von etwas.
- replizieren — Eine frühere Studie noch einmal durchführen.
- schlussfolgerung — Eine Aussage, die aus Daten folgt.
- forschende — Personen, die wissenschaftlich untersuchen und analysieren.Forschenden
- sprachmenge — Die Anzahl gesprochener Wörter in einer Zeit.Sprachmengen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hat sich in deinem Leben die Zahl persönlicher Gespräche verändert? Warum oder warum nicht?
- Welche Folgen könnte ein Rückgang von Gesprächen für soziale Bindungen haben?
- Was könnte man im Alltag tun, um mehr Gespräche von Angesicht zu Angesicht zu fördern?
Verwandte Artikel
Neues Video zu Sehverlust: Forschung, Behandlung, Unterstützung
Ein Video mit Juliette McGregor erklärt, dass Blindheit ein Spektrum ist. Es zeigt Behandlungs- und Unterstützungs‑möglichkeiten, nennt Forschungsziele an der University of Rochester und sagt, dass mögliche neue Therapien von Studien abhängen.
Afrikanische Schweinepest auf den Philippinen: Tests und Impfstoff
Die Afrikanische Schweinepest bedroht Schweinehaltung und Ernährungssicherheit auf den Philippinen. Regierung und Partner stellen neue Diagnose‑Werkzeuge vor, doch über einen aus Vietnam importierten Impfstoff gibt es Streit und Sicherheitsbedenken.
Hohe Antioxidantien-Dosen können Spermien und Nachkommen schaden
Eine Studie an Mäusen zeigt: Regelmäßige Einnahme hoher Antioxidantien-Mengen schädigt die Spermien-DNA und verändert Schädel und Gesicht der Nachkommen. Forschende raten Männern, die Kinder planen, zu vorsichtigem Umgang mit hohen Dosen.
Straßenkinder in französischsprachigem Afrika
Straßenkinder sind in vielen Teilen des französischsprachigen Afrikas weit verbreitet. Ursachen sind Armut, Gewalt und Ausgrenzung; lokale Begriffe und Gewalttaten zeigen unterschiedliche Facetten des Problems, während staatliche Hilfe oft begrenzt bleibt.
GLO1 schützt gegen Calcium‑Schäden im Gehirn
Forscher der Yale School of Medicine fanden, dass das Protein GLO1 bei hohem zellulärem Calcium ansteigt und vor Schäden schützt. Die GLO1-Aktivität fällt mit dem Alter, was die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen Degeneration senken kann.