Neue Forschung legt nahe, dass alltägliche Gespräche von Angesicht zu Angesicht langsam zurückgehen. Die Studie, veröffentlicht in Perspectives on Psychological Science, berichtet, dass Menschen jedes Jahr 338 gesprochene Wörter verlieren. Die Autorinnen und Autoren sagen, dieser Rückgang habe sich seit mindestens anderthalb Jahrzehnten fortgesetzt.
Die Schlussfolgerung basiert auf einem Vergleich von Sprachmengen über die Zeit und nicht auf einer einzelnen kurzfristigen Momentaufnahme. Matthias Mehl von der University of Arizona wollte ursprünglich eine ältere Studie von 2007 replizieren. Während des Replikationsversuchs entdeckte er mit seinem Team ein breiteres Muster eines jahrelangen Rückgangs.
Mehl arbeitete für die neue Studie mit Valeria Pfeifer von der University of Missouri–Kansas City zusammen; Pfeifer ist Erstautorin. Die Forschenden diskutieren mögliche Folgen für soziale Bindung und Alltag und sehen Bedarf an weiteren Untersuchungen.
Schwierige Wörter
- alltäglich — Im täglichen Leben oft vorkommend, normal.alltägliche
- angesicht zu angesicht — Von Person zu Person direkt, ohne Technik.
- rückgang — Eine Abnahme oder Verminderung von etwas.
- replizieren — Eine frühere Studie noch einmal durchführen.
- schlussfolgerung — Eine Aussage, die aus Daten folgt.
- forschende — Personen, die wissenschaftlich untersuchen und analysieren.Forschenden
- sprachmenge — Die Anzahl gesprochener Wörter in einer Zeit.Sprachmengen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hat sich in deinem Leben die Zahl persönlicher Gespräche verändert? Warum oder warum nicht?
- Welche Folgen könnte ein Rückgang von Gesprächen für soziale Bindungen haben?
- Was könnte man im Alltag tun, um mehr Gespräche von Angesicht zu Angesicht zu fördern?
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