Im Januar 2022 ereignete sich der Ausbruch des submarinen Vulkans Hunga Tonga–Hunga Ha’apai. Wissenschaftler verfolgten die Vulkanfahne mit fortgeschrittenen Satellitenmessungen und registrierten ungewöhnlich hohe Formaldehydkonzentrationen.
Die Wolke wanderte rund zehn Tage lang nach Südamerika. Da Formaldehyd nur wenige Stunden in der Atmosphäre bleibt, deutet die lange Reise laut Maarten van Herpen, Erstautor der Studie, darauf hin, dass Methan in der Fahne kontinuierlich über mehr als eine Woche zerstört wurde.
Die Forscher verbinden das Ergebnis mit einer Arbeit von 2023, die zeigte, dass Mischung von Wüstenstaub und Meersalz durch Sonnenlicht Chloratome erzeugen kann, welche Methan abbauen. Beim Ausbruch wurden große Mengen salzigen Meerwassers zusammen mit Asche in die Stratosphäre geschleudert, was nach Ansicht der Autoren die Bildung reaktiven Chlors begünstigte und so beim Methanabbau half.
Schwierige Wörter
- submarin — unter Wasser liegend, zum Meer gehörendsubmarinen
- vulkanfahne — Asche und Dampf über einem Vulkankrater
- formaldehyd — eine chemische Verbindung in der AtmosphäreFormaldehydkonzentrationen
- methan — ein gas, das in der Luft als Treibhausgas wirkt
- stratosphäre — eine Schicht der Atmosphäre über der Troposphäre
- abbauen — etwas chemisch zerlegen oder reduzieren
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Diskussionsfragen
- Wie wichtig finden Sie Messungen der Atmosphäre nach einem Vulkanausbruch? Warum?
- Welche Folgen könnte ein längerer Abbau von Methan in der Luft für das Klima haben?
- Welche natürlichen Ereignisse kennen Sie, die Staub oder Salz in die Atmosphäre bringen könnten?
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