Forscher haben auf dem Hot Jupiter WASP-94A b einen täglichen Wolkenzyklus gefunden. Die Beobachtung basiert auf Messungen mit dem James‑Webb‑Weltraumteleskop und wurde in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Co‑Autor David Sing von der Johns Hopkins University beschreibt die Entdeckung als überraschend, weil Bewölkung die Untersuchung von Exoplaneten bisher erschwerte.
Die Messungen erfolgten während eines Transits: JWST nahm getrennt Daten am führenden Rand des Planeten zu Beginn des Durchgangs und am nachlaufenden Rand am Ende. Am Morgen strömt Luft von der Nacht- auf die Tagseite und es bilden sich Wolken, am Abend ist der Himmel klarer. Die Wolken bestehen aus Magnesiumsilikat, sagen die Autoren.
Frühere Hubble-Daten hatten sehr viel höhere Werte für Sauerstoff und Kohlenstoff gezeigt. Die lokalisierten JWST-Daten ergeben dagegen nur das Fünffache dieser Elemente im Vergleich zu Jupiter. Das Team untersuchte außerdem mehrere weitere heiße Gasriesen und fand denselben Zyklus auf zwei weiteren Planeten.
Schwierige Wörter
- wolkenzyklus — tägliche Abfolge von Wolkenbildung und Auflösung
- bewölkung — Vorhandensein von Wolken am Himmel
- transit — Wenn ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht
- rand — Äußere Grenze oder Kante eines Objekts
- magnesiumsilikat — Mineralische Verbindung aus Magnesium und Silizium
- messung — Bestimmung von Daten oder Werten durch GeräteMessungen
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Diskussionsfragen
- Warum beschreibt der Co‑Autor David Sing die Entdeckung als überraschend?
- Wie können Wolken am Morgen und klarer Himmel am Abend die Untersuchung eines Exoplaneten erschweren?
- Welche Bedeutung hat es für die Forschung, dass das Team denselben Zyklus auf zwei weiteren heißen Gasriesen fand?
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