Wintersport führt durch niedrige Temperaturen, glatte Untergründe, eingeschränkte Sicht und scharfe Ausrüstung zu besonderen Unfallrisiken. Nach Daten von 2018 der US Consumer Product Safety Commission entfallen nahezu 65 % aller Wintersportverletzungen auf Skifahren und Snowboarden. Typische Verletzungsarten sind Kollisionen, Überlastungen und Stürze auf eine ausgestreckte Hand, die Handgelenkszerrungen oder Brüche verursachen können. Beim Sturz mit Stock kann ein sogenannter "Skifahrerdaumen" auftreten, also ein Riss oder eine Zerrung des ulnaren Seitenbands.
Robin Galley, Physiotherapeutin und Clinical Associate Professor, empfiehlt gut sitzende Ski, Snowboards, Schlittschuhe oder Schneeschuhe sowie funktionsfähige Kleidung. Schlecht passende Schuhe erhöhen Sturzgefahr und führen zu Druckstellen. Bei wechselnden Bedingungen wie Auftauen und Gefrieren können Helm und Schienbeinschoner wichtiger werden; manche Veranstalter legen Pinienzweige auf Rennstrecken, damit Athleten den Untergrund besser einschätzen.
Aufwärmen ist bei Kälte besonders wichtig. Galley reiste im Januar 2025 nach Torino, um ein US‑Studententeam bei den Winter World University Games zu betreuen, und nannte einfache Übungen zur Temperatur- und Mobilitätserhaltung.
- Beinschwingen, Kniebeugen, Hampelmänner, tägliche Dehnübungen oder Yoga
Weiter rät sie, die eigene Fitness und Vorgeschichte zu kennen: mit höherem Alter sinkt die Knochendichte, was das Bruchrisiko erhöht, und bei Frauen kann ein breiteres Becken den Kniewinkel verändern und zu mehr Kreuzbandrissen beitragen. Cross‑Training in der Nebensaison, Unterricht bei Bedarf sowie ausreichende Erholung und die Begleitung durch eine Physiotherapeutin helfen, eine sichere und gegebenenfalls stärkere Rückkehr zum Sport zu erreichen.
Schwierige Wörter
- untergrund — Boden oder Oberfläche, auf der man steht.Untergründe
- aufwärmen — Den Körper vor Sport wärmer machen.
- seitenband — Bänder an der Seite eines Gelenks.Seitenbands
- skifahrerdaumen — Verletzung am Daumen durch Sturz mit Stock.
- bruchrisiko — Wahrscheinlichkeit, dass ein Knochen bricht.
- knochendichte — Menge und Festigkeit des Knochenmaterials.
- schienbeinschoner — Schutz für den vorderen Teil des Beins.
- mobilitätserhaltung — Bewahrung der Beweglichkeit des Körpers.
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Diskussionsfragen
- Welche der genannten Schutzmaßnahmen würden Sie vor dem nächsten Wintersport wählen und warum?
- Wie könnte regelmäßiges Cross‑Training in der Nebensaison die Verletzungsgefahr verringern?
- Was halten Sie von Maßnahmen wie Pinienzweigen auf Rennstrecken, damit Athleten den Untergrund besser einschätzen?
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