Paolo Sossi und Dan Bower von der ETH Zürich haben vorhandene Isotopendaten einer breiten Palette von Meteoriten neu analysiert, darunter Proben vom Mars und vom Asteroiden Vesta. Im Gegensatz zu früheren Studien nutzten sie Daten aus zehn isotopenchemischen Systemen und eine spezialisierte statistische Methode, während frühere Arbeiten meist nur zwei Systeme betrachteten.
Auf Basis dieser umfassenderen Daten folgern die Forschenden, dass das Baumaterial der Erde vollständig aus dem inneren Sonnensystem stammt. Material aus dem äußeren Sonnensystem macht nach ihrer Einschätzung wahrscheinlich weniger als 2% der Erdmasse aus oder möglicherweise gar keinen Anteil. Die Studie wurde in Nature Astronomy veröffentlicht.
Die Autoren unterscheiden nicht-kohlenstoffhaltige Meteorite aus dem inneren System von kohlenstoffhaltigen Meteoriten aus dem äußeren System, die mehr Wasser und Kohlenstoff enthalten. Demnach besteht die Erde aus nicht-kohlenstoffhaltigem Material. Die Forscher vermuten, dass Jupiter schon früh als Barriere wirkte und durch seinen schnellen Massenaufbau eine Lücke in der protoplanetaren Scheibe öffnete.
Schwierige Wörter
- isotopendaten — Daten über verschiedene Atomarten in Proben
- meteorit — Gesteinsstück aus dem Weltraum, das die Erde erreichtMeteoriten, Meteorite
- asteroid — Kleiner Himmelskörper im Sonnensystem aus GesteinAsteroiden
- protoplanetare Scheibe — Gas- und Staubscheibe, in der Planeten entstehenprotoplanetaren Scheibe
- barriere — Etwas, das Bewegung oder Austausch verhindert
- kohlenstoffhaltig — Enthält Kohlenstoff und oft auch Wassernicht-kohlenstoffhaltige, kohlenstoffhaltigen
- erdmasse — Gesamte Masse der Erde als Himmelskörper
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Diskussionsfragen
- Was bedeutet es für die Erde, wenn sie aus nicht-kohlenstoffhaltigem Material besteht?
- Wie könnte eine Lücke in der protoplanetaren Scheibe die Bildung von Planeten beeinflussen?
- Warum ist es wichtig, mehrere isotopenchemische Systeme für solche Studien zu verwenden?
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