Ashgabat: Weiße Marmorstadt und ihre SchattenCEFR A2
28. Feb. 2026
Adaptiert nach Areeha Tunio, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Nikolai Kolosov, Unsplash
Ashgabat, die Hauptstadt, ist bekannt für viel weißen Marmor und goldene Statuen. 2013 nannte das Guinness-Buch die Stadt wegen ihrer Marmorfassaden; es gibt 543 Gebäude mit etwa 4,5 Millionen Quadratmetern italienischen Steins.
Die Regierung unter Präsident Serdar Berdimuhamedow nutzt dieses Aussehen als Zeichen von Macht. Die Stadterneuerung kostete rund 14 Milliarden USD und wird mit Einnahmen aus Erdgas finanziert. Das Land importiert etwa 60 Prozent seiner Lebensmittel, und viele Familien geben 70–80 Prozent ihres Einkommens für Essen aus. Gleichzeitig sinkt der Fluss Amu Darya, und ländliche Regionen haben weniger Wasser.
Der Staat kontrolliert Medien und Internet stark, und Tausende Beschäftigte werden zur Baumwollernte geschickt.
Schwierige Wörter
- marmorfassade — Fassade aus weißem oder glänzendem SteinMarmorfassaden
- stadterneuerung — Veränderung und Neubau in einer Stadt
- einnahme — Geld, das eine Regierung oder Firma bekommtEinnahmen
- importieren — Waren aus anderen Ländern kaufen und bringenimportiert
- kontrollieren — etwas genau prüfen oder steuern lassenkontrolliert
- baumwollernte — Erntezeit, in der Baumwolle gesammelt wird
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Was denkst du über viele Gebäude aus weißem Marmor?
- Wie würde es deine Familie beeinflussen, wenn 70–80 Prozent des Einkommens für Essen wären?
- Wie findest du die starke Kontrolle der Medien und des Internets?
Verwandte Artikel
Dokumentarfilm über Igor Kon gewinnt Regiepreis
Ein neuer Dokumentarfilm über Igor Kon erhielt im März 2025 auf dem Festival Artdocfest den Preis für beste Regie. Der Film wurde von Narra und der Journalistinnen‑Genossenschaft Bereg produziert und auf Meduzas YouTube‑Kanal veröffentlicht.
Dammbruch in Lubumbashi setzt giftiges Wasser frei
Am 4. November 2025 brach ein Damm in einer Mine bei Lubumbashi. Säurehaltiges Abwasser überflutete Straßen, Häuser und einen Markt, verunreinigte Brunnen und tötete Fische. Behörden kündigten eine Aussetzung und eine Untersuchung an.
DRK startet grünen Korridor gegen Gewalt und Umweltzerstörung
Bewaffnete Gruppen kontrollieren fast 50 Prozent des Virunga-Gebiets. Die Regierung etablierte am 15. Januar 2025 den Kivu-Kinshasa Green Corridor (CVKK) zur Aufforstung, wirtschaftlichen Entwicklung und Stabilisierung der Region.