Ein Team unter Leitung des Sydney Brenner Institute for Molecular Bioscience an der University of the Witwatersrand führte die Studie durch, deren Ergebnisse in Nature veröffentlicht wurden. Die Forschenden analysierten Stuhlproben von rund 1.800 Frauen in Kenia, Ghana, Burkina Faso und Südafrika und nutzten genetische Sequenzierung, um die Mikroorganismen zu identifizieren.
Sie entdeckten mehr als 1.000 neue Bakterienarten sowie über 40.000 neue Viren und sprechen insgesamt von mehr als 40.000 bislang unbekannten Darmmikroben in afrikanischen Populationen. Ein wichtiges Ergebnis ist ein einzigartiges mikrobielles Muster, das mit HIV verbunden ist; die Studie ist die bisher größte Untersuchung des Mikrobioms von Frauen mit HIV.
Die Forschenden berichten, dass sich die Bakterienmuster in Afrika deutlich von denen in wohlhabenderen Ländern unterscheiden. Außerdem zeigte sich, dass ländliche Teilnehmende ein reichhaltigeres Darmbakterienprofil hatten, während in Städten oft das Bakterium Treponema fehlte, möglicherweise wegen weniger Ballaststoffe und mehr Antibiotika. Die Autorinnen fordern ernährungsbezogene Maßnahmen zum Schutz der Vielfalt.
Schwierige Wörter
- analysieren — Genau untersuchen, Daten oder Proben prüfen.analysierten
- genetische Sequenzierung — Bestimmung der Erbinformation von Mikroorganismen.
- stuhlprobe — Probe aus dem Kot einer Person.Stuhlproben
- mikrobiom — Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm.Mikrobioms
- teilnehmende — Personen, die an einer Studie teilnehmen.
- ballaststoff — Unverdauliche Stoffe in pflanzlicher Nahrung.Ballaststoffe
- maßnahme — Geplante Handlung, um ein Ziel zu erreichen.Maßnahmen
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Diskussionsfragen
- Welche ernährungsbezogenen Maßnahmen könnten in Städten helfen, die Darmvielfalt zu schützen?
- Warum ist es wichtig, das Mikrobiom in verschiedenen Ländern zu untersuchen?
- Wie könnte das Wissen über ein mit HIV verbundenes mikrobielles Muster Frauen mit HIV nützen?
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