Hirschzecken, die Borrelia burgdorferi übertragen, sind in Wäldern, hohem Gras und Gebüsch verbreitet. Sie durchlaufen die Stadien Larve, Nymphe und Adulttier. Nymphen verursachen die meisten Infektionen, weil sie sehr klein und schwer zu entdecken sind; adulte Zecken können die Borreliose bis in den Herbst hinein übertragen. Die Infektionsraten bei Zecken liegen zwischen 5 % und 50 %.
In den Vereinigten Staaten werden jährlich 475,000 Fälle von Lyme-Krankheit gemeldet. Die Mehrheit spricht auf Antibiotika an, doch etwa 10–20 % der Infizierten entwickeln anhaltende Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Ein Impfstoff von Pfizer befindet sich in der Endphase der Entwicklung; Linden Hu von der Tufts University School of Medicine weist darauf hin, dass er bei Zulassung drei bis vier Dosen erfordern würde.
Wichtig sind präventive Maßnahmen und frühe Reaktion: Nach dem Aufenthalt im Freien duschen, abendliche Zeckenchecks—insbesondere hinter den Ohren, unter den Achseln, am Hosenbund, hinter den Knien und am Haaransatz—und Zecken, die weniger als 48 Stunden angeheftet sind, übertragen meist keine Borrelien. Zecken mit einer feinen Pinzette nah an der Haut fassen und gerade herausziehen; Reißen vermeiden. DEET-haltige Mittel nach Etikett anwenden und permethrinbehandelte Kleidung nutzen. Kommerzielle Permethrin-Behandlung kann oft etwa 70 Wäschen halten; Hausbesprühung reicht meist für drei bis fünf Wäschen. Nasse behandelte Gegenstände und Sprays von Katzen fernhalten, trockene behandelte Kleidung ist sicher.
Achte auf ein Erythema migrans: drei bis 30 Tage nach dem Stich kann ein sich ausbreitendes rotes Oval oder ein Kreis entstehen, das klassische Bullenauge tritt in etwa 30 % der Fälle auf. Ärztinnen und Ärzte suchen oft nach einem Hautausschlag von mindestens 5 Zentimeter Breite. Fieber, wachsender Ausschlag, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Gelenkschmerzen nach einem Zeckenstich sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei einer stark gesättigten Zecke, die länger als 48 Stunden gefressen hat, kann eine Einzeldosis Doxycyclin als Postexpositionsprophylaxe eingesetzt werden. Entwickelt sich eine Lyme-Krankheit, kann eine frühzeitige Behandlung mit oralen Antibiotika wie Doxycyclin oder Amoxicillin bei Kindern Komplikationen verhindern.
Schwierige Wörter
- übertragen — etwas von einem Organismus auf einen anderen bringen
- nymphe — Entwicklungsstufe zwischen Larve und erwachsenem TierNymphen
- infektionsrate — Prozentsatz der infizierten Tiere oder MenschenInfektionsraten
- impfstoff — Medikament, das vor einer Krankheit schützt
- präventiv — auf Vorbeugung gegen Krankheiten ausgerichtetpräventive
- erythema migrans — sich ausbreitender roter Hautausschlag nach Stich
- postexpositionsprophylaxe — Medizinische Maßnahme nach einer möglichen Ansteckung
- doxycyclin — orales Antibiotikum gegen bestimmte Infektionen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche der im Text genannten präventiven Maßnahmen würdest du bei einem Waldspaziergang anwenden und warum?
- Warum ist es wichtig, einen sich ausbreitenden Hautausschlag oder Fieber nach einem Zeckenstich ärztlich abklären zu lassen?
- Welche Vorteile und möglichen Grenzen eines Impfstoffs gegen Lyme lassen sich aus dem Text ablesen?
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