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Wärme bedroht weltweite Nahrungspflanzen — Level B2 — a field of grass with a power line in the background

Wärme bedroht weltweite NahrungspflanzenCEFR B2

19. März 2025

Adaptiert nach Claudia Caruana, SciDev CC BY 2.0

Foto von Joey Huang, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
259 Wörter

In einer in Nature Food erschienenen Studie modellierten Wissenschaftler der Aalto University in Espoo, Finnland, wie 30 Nahrungspflanzen auf Erwärmungsszenarien von 1.5 bis 4 Grad Celsius reagieren könnten. Die Untersuchung berücksichtigt Veränderungen bei Temperatur, Niederschlag und Trockenheit und zeigt, wie diese Faktoren die für den Anbau geeignete Fläche verringern können.

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Länder in niedrigen Breiten — darunter viele Staaten im Nahen Osten, in Südasien, in Subsahara-Afrika und in Lateinamerika — am stärksten betroffen sein werden. Bei 2 Grad Erwärmung stünde in diesen Regionen bis zu etwa ein Drittel der Ernteproduktion unter Risiko; bei 3 Grad könnte dieser Anteil auf bis zu die Hälfte steigen. Für Subsahara-Afrika bedeutet ein Überschreiten von 3 Grad, dass fast drei Viertel der aktuellen Produktion gefährdet wären.

Die Studie nennt wichtige Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais, Weizen, Kartoffel und Sojabohne, die mehr als zwei Drittel der weltweiten Energieaufnahme aus Nahrungsmitteln ausmachen, und weist darauf hin, dass auch weniger erforschte Arten wie Cowpea und Kassava sowie tropische Wurzelpflanzen wie Yams besonders verletzlich sind. Koautor Matti Kummu betont, dass das Modell neu auftretende Schädlinge oder durch Erwärmung verursachte extreme Wetterereignisse nicht berücksichtigt.

Die Forschenden betonen, dass eine Begrenzung der Erwärmung auf 2 Grad über dem vorindustriellen Niveau die schlimmsten Auswirkungen abschwächen würde. Als Anpassungsmaßnahmen nennen sie unter anderem:

  • Entwicklung klimaresilienter Sorten,
  • Förderung wenig genutzter lokaler Arten,
  • Verbesserte Bewässerung und Düngung,
  • Agroforstwirtschaft und andere Praxisverbesserungen.

Expertinnen wie Srijita Dasgupta weisen zudem auf tiefe Armutsprobleme in verletzlichen Regionen hin und fordern quantifizierbare Klima- und Agrarinvestitionspläne sowie gezielte Finanzierung für die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften.

Schwierige Wörter

  • modellierenein System in einem Modell nachbauen oder darstellen
    modellierten
  • erwärmungsszenariobeschriebene mögliche Temperaturveränderung in der Zukunft
    Erwärmungsszenarien
  • niederschlagWasser, das als Regen oder Schnee fällt
  • trockenheitlange Zeit mit wenig oder keinem Regen
  • breiteAbstand vom Äquator nach Norden oder Süden
    Breiten
  • ernteproduktionMenge an geernteten Nahrungsmitteln in einem Gebiet
  • verletzlichleicht von Schäden, Klima oder anderen Problemen betroffen
  • klimaresilientgegen Klimaveränderungen besser geschützt sein
    klimaresilienter
  • agroforstwirtschaftLandwirtschaft, die Bäume mit Ackerbau kombiniert

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche der in der Studie genannten Anpassungsmaßnahmen erscheint Ihnen in Ländern mit begrenzten Ressourcen am praktischsten, und warum?
  • Welche Probleme könnten entstehen, wenn die Erwärmung 3 Grad über dem vorindustriellen Niveau überschreitet? Nennen Sie zwei mögliche Folgen für Ernährungssicherheit.
  • Wie könnten gezielte Finanzierungen für besonders gefährdete Gemeinschaften konkret aussehen? Geben Sie zwei Beispiele und begründen Sie diese kurz.

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