Fachleute erklären, dass die Neigung zu süßen Lebensmitteln biologisch verankert ist: Das Gehirn nutzt Glukose als Hauptenergiequelle und fördert Verhaltensweisen, die diesen Brennstoff sichern. Alex DiFeliceantonio, Assistenzprofessor am Fralin Biomedical Research Institute at VTC, betont, dass in der heutigen Umgebung Zucker deutlich leichter verfügbar ist und dass Kombinationen aus Zucker und Fett, wie in Schokoladenbonbons, für das Gehirn besonders belohnend sind.
Die National Confectioners Association berichtet, dass Amerikaner im Jahr 2024 mehr als $5 billion für Oster-Süßigkeiten ausgaben. Brenda Davy, Professorin im Department of Human Nutrition, Foods, and Exercise an der Virginia Tech und registrierte Diätassistentin, verbindet zugesetzten Zucker mit metabolischen und kardiovaskulären Erkrankungen, Gewichtszunahme und schlechter Ernährungsqualität. Gesundheitsorganisationen empfehlen, die Aufnahme von zugesetztem Zucker auf weniger als 10 % der täglichen Gesamtkalorien zu begrenzen; bei einem Bedarf von 2,000 Kalorien pro Tag wären das 200 Kalorien aus zugesetztem Zucker, etwa die Menge in sieben oder acht Marshmallow-Peeps. Davy weist darauf hin, dass das Limit für Kinder noch niedriger sein sollte, weil stark zuckerhaltige Lebensmittel nährstoffreiche Optionen verdrängen können.
Längerfristig kann übermäßiger Zuckerkonsum zu Gewichtszunahme und bei manchen Menschen zu Typ-2-Diabetes führen. Diese Zustände können Entzündungen, auch im Hypothalamus, verstärken. Hohe Blutzuckerwerte sowie Typ-2-Diabetes stehen im Zusammenhang mit kognitivem Abbau und Alzheimer-Krankheit. Beide Expertinnen und Experten raten deshalb, eher nährstoffreiche Kohlenhydrate zu wählen, die Aufnahme von zugesetztem Zucker zu beobachten und Feiertagssüßigkeiten gelegentlich statt regelmäßig zu genießen.
- Bevorzugen: Obst und Vollkorn statt zuckerhaltiger Snacks.
- Portionen beachten und Süßes nicht täglich essen.
- Besonders bei Kindern auf nährstoffreiche Optionen achten.
Schwierige Wörter
- verankern — fest im Körper oder Verhalten etabliert seinverankert
- glukose — Einfacher Zucker als Energiequelle im Körper
- belohnend — angenehm und motivierend für das Verhalten
- kardiovaskulär — das Herz und die Blutgefäße betreffendkardiovaskulären
- gesamtkalorie — alle Kalorien, die eine Person täglich brauchtGesamtkalorien
- hypothalamus — Teil des Gehirns, der viele Funktionen steuert
- kognitiv — das Denken und Erinnern betreffendkognitivem
- nährstoffreich — Lebensmittel mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineraliennährstoffreiche
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum sollten Eltern laut dem Text besonders auf zuckerhaltige Lebensmittel für Kinder achten?
- Welche praktischen Schritte könnte man im Alltag machen, um die Aufnahme von zugesetztem Zucker zu reduzieren?
- Welche Vorteile haben laut Text nährstoffreiche Kohlenhydrate im Vergleich zu stark zuckerhaltigen Snacks?
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