Neurowissenschaftler berichten neue Belege dafür, warum manche Säugetiere ihre Stimme bewusst steuern können. Die Studie wurde in Science veröffentlicht und von Forschenden der Emory University und des New College of Florida geleitet.
Das Team verglich Gehirne von Kojoten mit denen von drei Robbenarten. Sie untersuchten postmortale Gehirne mit Diffusions‑MRT, um Nervenbahnen zu sehen. Bei Robben fanden sie einen direkten Pfad vom vokalen Motorcortex zum Hirnstamm. Bei Kojoten führten die Wege über das Mittelhirn. Die Forschenden vermuten, dass die Umgehung mit der Kontrolle von Atmung und Schlucken beim Tauchen zusammenhängt.
Schwierige Wörter
- neurowissenschaftler — Person, die das Gehirn wissenschaftlich untersucht
- bewusst — mit Wissen oder Absicht, nicht automatisch
- postmortal — nach dem Tod festgestellt oder untersuchtpostmortale
- nervenbahn — Faser im Körper, die Signale leitetNervenbahnen
- hirnstamm — Teil des Gehirns am unteren Ende
- tauchen — ins Wasser gehen und unter Wasser sein
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum könnte Kontrolle von Atmung und Schlucken beim Tauchen wichtig sein?
- Hast du schon Robben oder Kojoten gesehen? Was hast du beobachtet?
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