Eine Studie der School of Criminal Justice der Michigan State University, geleitet von Doktorandin Keara Werth mit Associate Professor Joe Hamm, untersuchte, warum Menschen Angst vor der Polizei haben. Die Forschung erschien im International Journal of Offender Therapy and Comparative Criminology. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen rassischen und politischen Hintergründen.
Im Mittelpunkt standen drei psychologische Faktoren: Kontrolle (das Gefühl, die Situation zu beeinflussen), Wahrscheinlichkeit (wie wahrscheinlich ungerechtfertigte Gewalt erscheint) und Schwere (die erwarteten Folgen einer Verletzung). Die Daten zeigten, dass vor allem Wahrscheinlichkeit und Schwere die Angst erklärten. Ein starker Zusammenhang mit Kontrolle fehlte, weshalb die Autorinnen und Autoren weitere Messungen vorschlagen.
Zu demografischen Mustern: Frühere Arbeiten zeigen, dass Black/African American-Personen besonders große Angst vor tödlicher Gewalt haben. Politische Unterschiede wurden ebenfalls beschrieben. In der vorliegenden Studie waren die mit Angst verbundenen Faktoren bei weißen Teilnehmenden etwas stärker, insgesamt aber ähnlich.
Schwierige Wörter
- studie — wissenschaftliche Untersuchung zu einem Thema
- untersuchen — etwas genau prüfen oder erforschenuntersuchte
- wahrscheinlichkeit — Grad, wie wahrscheinlich etwas passieren kann
- schwere — Stärke der Folgen bei einer Verletzung
- kontrolle — Gefühl, eine Situation beeinflussen zu können
- verletzung — Schaden am Körper durch Gewalt oder Unfall
- zusammenhang — Verbindung zwischen zwei oder mehr Dingen
- demografisch — Daten über Alter, Herkunft oder Gruppedemografischen
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Diskussionsfragen
- Warum könnten Wahrscheinlichkeit und Schwere stärkere Ursachen für Angst vor der Polizei sein als Kontrolle?
- Glauben Sie, dass Herkunft oder politische Einstellung die Angst vor der Polizei beeinflussen? Warum oder warum nicht?
- Was könnten Forscherinnen und Forscher als Nächstes untersuchen, um Kontrolle besser zu messen?
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