Eine neue Studie legt nahe, dass die Zahl der bekannten Wirbeltierarten unterschätzt sein könnte. Im Durchschnitt fand das Forschungsteam für jede anerkannte Art zwei kryptische Arten. Das heißt, es könnte insgesamt etwa doppelt so viele Arten geben wie bisher gedacht.
Kryptische Arten sehen äußerlich oft gleich aus, aber ihre DNA zeigt, dass sie zu verschiedenen genetischen Linien gehören. Dank fortschrittlicher molekularer Sequenzierung ist der Vergleich von DNA zwischen Populationen heute leichter und günstiger.
Das Team nutzte Ergebnisse aus mehr als 300 Studien. Ein Beispiel ist die Arizona mountain kingsnake: 2011 zeigten molekulare Daten Unterschiede, und die südliche Population wurde als Lampropeltis knoblochi eingeordnet. Die Studie betont, dass viele verborgene Arten keinen rechtlichen Schutz haben könnten.
Schwierige Wörter
- wirbeltierart — Tier mit Wirbelsäule, zum Beispiel Fisch oder VogelWirbeltierarten
- kryptisch — äußerlich gleich, aber genetisch verschiedenKryptische
- linie — Gruppe von Organismen mit gleicher HerkunftLinien
- Sequenzierung — Methode, um DNA zu lesen und zu vergleichen
- Population — Gruppe von Tieren oder Pflanzen an einem OrtPopulationen
- Schutz — Maßnahmen, die Tiere oder Natur sichern
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Diskussionsfragen
- Glaubst du, dass es viele verborgene Arten gibt? Warum?
- Was sollte man tun, wenn Forscher eine neue, verborgene Art entdecken?
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