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Viele marokkanische Studierende wählen China — Level B2 — A tall building peeks through the fog.

Viele marokkanische Studierende wählen ChinaCEFR B2

13. Nov. 2025

Adaptiert nach Guest Contributor, Global Voices CC BY 3.0

Foto von Matthew Stephenson, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
6 Min
331 Wörter

Ein wachsender Anteil marokkanischer Jugendlicher zieht ein Studium in China in Betracht. Die Zahl afrikanischer Studierender in China stieg von 20,744 im Jahr 2011 auf 81,562 im Jahr 2018; Marokko lag 2022 weltweit auf Platz 18 mit 74,289 Studierenden im Ausland. Diese Bewegung steht in engem Zusammenhang mit strukturellen Problemen auf dem Heimatmarkt.

Ein Arbeitsmarktbericht der High Commission for Planning verzeichnete in der ersten Hälfte 2025 eine Jugendarbeitslosigkeit von 39.5 Prozent für 15- bis 24‑Jährige. Das erste durchschnittliche Nettogehalt für Universitätsabsolventinnen und -absolventen übersteigt nicht MAD 4,959 (USD 550) pro Monat. In Städten wie Casablanca oder Rabat reichen solche Einkommen oft nicht für Grundkosten. Universitäten kämpfen trotz eines gestiegenen Bildungsetats auf rund 16.9 Prozent im Jahr 2021 weiterhin mit Überfüllung, vollen Wohnheimen und begrenzten Laborressourcen; der Zugang zu Qualitätsprogrammen variiert stark je nach Region.

Soziale Medien und Content-Ersteller haben eine wachsende Rolle bei der Verlagerung nach China. Etwa 97 Prozent der jungen Marokkaner sind auf Plattformen aktiv. Creator wie Alae Kandil (200,000 Abonnenten) zeigen vor allem Lebensstilvorteile; eine zweiteilige Serie mit Abderrahman Zahid von der Agentur Tawjeeh behandelt Fragen zu Sicherheit und Hochschulqualität. Vermittlungsagenturen arbeiten in Städten wie Casablanca, Rabat und Marrakesch. Es gibt zwei gängige Modelle: institutionenorientierte Agenturen, die Provisionen von Universitäten erhalten, und schülerorientierte Agenturen, die direkt Gebühren von Studierenden verlangen.

Agenturen werben beim Rekrutieren mit drei Hauptfaktoren:

  • Bezahlbarkeit
  • Qualität
  • Berufsaussichten

Der Übergang vom Studenten-X-Visum zu einem Arbeits-Z-Visum ist oft komplex und kann ein Jobangebot, Arbeitgebersponsoring und mindestens zwei Jahre Arbeitserfahrung im Ausland erfordern, was viele Absolventen zur Rückkehr zwingt. Manche Studierende berichten von positiven Ergebnissen des Studiums in China, andere sprechen von unethischen Praktiken. Ein Beispiel ist ein Video des Creators Walid Elamri über einen Betrug, bei dem eine Agentur ein einjähriges Sprachprogramm und Visumhilfe versprach, aber nur einen Online‑Kurs und keine Reisemöglichkeit bot. Es ist noch unklar, wie der wachsende Einfluss von Content-Erstellern und Agenturen die studentische Migration oder den langfristigen Verlust an gebildeter Jugend in Marokko verändern wird.

Schwierige Wörter

  • jugendarbeitslosigkeitAnteil arbeitsloser junger Menschen einer Altersgruppe
  • nettogehaltGehalt nach Abzug von Steuern und Abgaben
  • überfüllungZustand mit zu vielen Personen an einem Ort
  • vermittlungsagenturFirma, die Menschen bei Jobs oder Studium vermittelt
    Vermittlungsagenturen
  • provisionGeld, das für Vermittlung als Anteil bezahlt wird
    Provisionen
  • schülerorientiertAuf Bedürfnisse von Schülern oder Studierenden ausgerichtet
    schülerorientierte
  • berufsaussichtMöglichkeiten, später eine passende Arbeit zu finden
    Berufsaussichten
  • content-erstellerPerson, die Inhalte für soziale Medien erstellt
  • arbeitgebersponsoringUnterstützung eines Arbeitgebers für Job oder Visum

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Vor- und Nachteile sehen Sie für marokkanische Jugendliche, die ein Studium in China beginnen?
  • Wie könnten Studierende prüfen, ob eine Vermittlungsagentur vertrauenswürdig ist? Nennen Sie zwei konkrete Schritte.
  • Welche Folgen könnte die Abwanderung gebildeter Jugendlicher langfristig für Marokko haben?

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