Bess Dawson-Hughes, Knochenexpertin der Tufts University, erklärt, dass ausreichende Mengen an Kalzium und Vitamin D mit zunehmendem Alter die Knochen schützen und Stürze sowie Frakturen verringern können. Frauen verlieren während der Menopause und in den etwa fünf Jahren danach etwa 3% Knochenmasse pro Jahr; später sinkt der Verlust auf etwa 1% pro Jahr. Männer verlieren ab etwa 50 Jahren konstant etwa 1% Knochenmasse pro Jahr.
Sehr hohe Kalziumaufnahmen können das Risiko für Nierensteine erhöhen. Studien zu Vitamin D zeigen gemischte Ergebnisse: Personen mit Mangel litten nach Supplementen seltener an Stürzen, doch mit steigender Dosis flachten die Vorteile ab. Es gibt zudem Hinweise, dass sehr hohe Blutwerte von 25‑Hydroxyvitamin D mit größeren Risiken verbunden sind.
Das Food and Nutrition Board empfiehlt für Kalzium 1.200 mg täglich für Frauen ab 51 Jahren und für Männer ab 71 Jahren sowie 1.000 mg für Männer im Alter von 51–70 Jahren. Für Vitamin D nennt es 15 mcg für 51–70‑Jährige und 20 mcg für Personen über 70. Milchprodukte sind eine wichtige Kalziumquelle; wer nicht zwei Portionen täglich isst, kann ein 500‑Milligramm‑Präparat in Betracht ziehen. Im Winter oder bei wenig Aufenthalt im Freien kann eine tägliche Vitamin‑D‑Gabe hilfreich sein.
Schwierige Wörter
- knochenexpertin — Frau, die beruflich zu Knochen forscht
- knochenmasse — Gesamtmenge des Knochengewebes im Körper
- fraktur — Bruch eines Knochens im KörperFrakturen
- menopause — Zeit, in der bei Frauen die Blutungen enden
- kalziumaufnahme — Menge Kalzium, die jemand durch Essen oder Tabletten bekommtKalziumaufnahmen
- nierenstein — Harte Ablagerung in den Nieren, oft schmerzhaftNierensteine
- präparat — Tablette oder Produkt, das man einnehmen kann
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Sollten ältere Personen Ihrer Meinung nach täglich Vitamin D nehmen? Warum?
- Wie würden Sie Ihren täglichen Kalziumbedarf decken (Lebensmittel oder Präparate)?
- Haben Sie Bedenken gegenüber sehr hohen Dosen von Supplementen? Welche Gründe sprechen dafür oder dagegen?
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