Am Tana-See in Äthiopien breiteten sich Wasserhyazinthen aus. Die Pflanzen blockierten Boote, beschädigten Netze und vertrieben Fische. Im Dorf Shehagomngie fanden die Menschen das Abziehen per Hand mühsam und wirkungslos.
Forscher und Einheimische testeten deshalb eine Biogaslösung. Das Projekt leitete Yezbie Kassa von der Universität Gondar. Sie sammelten Wasserhyazinthen und Tierdung und füllten beides in einfache Biogasanlagen.
Die Pflanzen und der Dung zersetzen sich anaerob und liefern Biogas mit Methan und Kohlendioxid. Der verbleibende Gärrest diente als Dünger. Die Anlagen stehen in fünf Haushalten, und eine Familie nutzt das Gas zum Kochen und zum Beleuchten.
Schwierige Wörter
- wasserhyazinthe — eine Wasserpflanze, die Gewässer schnell bedecktWasserhyazinthen
- biogasanlage — ein Behälter, der Gas aus organischem Material machtBiogasanlagen
- tierdung — Kot von Tieren, benutzt als organischer Dünger
- zersetzen — sich in kleinere Teile oder Stoffe teilen
- gärrest — Reststoff nach der Vergärung, als Dünger genutzt
- wirkungslos — ohne Erfolg, bringt kein sichtbares Ergebnis
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Diskussionsfragen
- Glauben Sie, dass Biogasanlagen in kleinen Dörfern hilfreich sind? Warum?
- Würden Sie in Ihrem Haushalt Biogas zum Kochen nutzen? Warum oder warum nicht?
- Was ist schwer am Abziehen von Pflanzen per Hand aus einem See?
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