Forscher untersuchten knapp 20.000 Drei- und Vierjährige in mehreren Ländern. Sie nutzten den Early Childhood Development Index (ECDI) zur Messung von Lesen, Rechnen, sozial-emotionaler Entwicklung, Lernverhalten und körperlicher Entwicklung. Zusätzlich griffen sie auf Angaben aus den Multiple Indicator Cluster Surveys (MICS) zurück.
Die Forschenden verbanden diese Daten mit monatlichen Durchschnittstemperaturen. Kinder, die Temperaturen über 86 °F (30 °C) ausgesetzt waren, erreichten seltener grundlegende Lese- und Rechenfertigkeiten als Kinder bei kühleren Temperaturen. Besonders betroffen waren Kinder aus ärmeren Haushalten, mit schlechtem Wasserzugang und aus Städten. Die Autorinnen und Autoren fordern mehr Forschung und Schutzmaßnahmen.
Schwierige Wörter
- untersuchen — etwas genau prüfen, zum Beispiel mit Studienuntersuchten
- durchschnittstemperatur — mittlerer Temperaturwert über eine ZeitDurchschnittstemperaturen
- sozial-emotional — Gefühle und Beziehungen zu anderen Menschensozial-emotionaler
- lernverhalten — wie ein Kind lernt und sich verhält
- aussetzen — mit etwas in Kontakt sein, oft gefährlichausgesetzt
- haushalt — Menschen, die zusammen in einem Haus lebenHaushalten
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie könnte hohe Temperatur den Alltag von Kindern beeinflussen?
- Was könnte man tun, um Kinder bei Hitze zu schützen?
- Warum fordern die Autorinnen und Autoren mehr Forschung und Schutzmaßnahmen?
Verwandte Artikel
Syphilis kann schwere Herz‑Kreislauf‑Probleme begünstigen
Eine Studie der Tulane University fand einen Zusammenhang zwischen späteren Stadien von Syphilis und einem höheren Risiko für schwere Herz‑Kreislauf‑Ereignisse. Die Untersuchung zeigt eine Assoziation, beweist aber keine Ursache.
Vitamin C schützt Fortpflanzung vor Kaliumperchlorat
Eine Studie mit Reisfischen zeigt, dass Vitamin C die Fruchtbarkeit vor Schäden durch das Umweltchemikal Kaliumperchlorat schützen kann. Die Forschenden berichten von weniger Hodenschäden und besserer Spermienproduktion, weitere Forschung ist nötig.