Ein Team analysierte Daten aus der Health Outcomes and Measures of Environment Study, die Kinder und Familien vom zweiten Schwangerschaftsdrittel bis zum Alter von 12 Jahren begleitete. Die Auswertung umfasste 218 Betreuer‑Kind‑Paare. Die Forschenden bestimmten Bleikonzentrationen im Blut im Alter von 1, 2, 3, 4, 5, 8 und 12 Jahren und untersuchten Angst- und Depressionswerte etwa im Alter von 12 Jahren.
Die Ergebnisse zeigten, dass jede Verdopplung der durchschnittlichen kindlichen Bleikonzentration im Blut mit einem erhöhten Risiko für ausgeprägte, vom Kind berichtete Depressionssymptome verbunden war. Auch bereits niedrige Bleiwert standen mit späteren selbstberichteten Depressionssymptomen in Zusammenhang. Das Risiko stieg besonders, wenn die Exposition in der späten Kindheit und frühen Adoleszenz erfolgte; Werte im Alter von acht Jahren waren dabei auffällig.
Die Autorinnen und Autoren diskutierten mögliche biologische Mechanismen wie veränderte Gehirnfunktionen, oxidativen Stress und genetische Veränderungen. Sie betonen die Bedeutung, Bleiexposition bei älteren Kindern zu verringern.
Schwierige Wörter
- bleikonzentration — Menge von Blei im Blut gemessen.Bleikonzentrationen
- bleiexposition — Kontakt oder Aufnahme von Blei durch Personen.
- depressionssymptom — Ein Zeichen oder Problem bei Depressionen.Depressionssymptome
- oxidativer Stress — Schaden durch bestimmte chemische Reaktionen im Körper.oxidativen Stress
- adoleszenz — Zeit der Entwicklung zwischen Kindheit und Erwachsensein.
- verdopplung — Das zweimalige Erhöhen von einer Menge.
- auswertung — Analyse und Auslegung von gesammelten Daten.
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Diskussionsfragen
- Welche Maßnahmen könnten Schulen oder Eltern ergreifen, um Bleiexposition bei älteren Kindern zu verringern?
- Warum könnten Werte im Alter von acht Jahren besonders auffällig sein?
- Welche biologischen Mechanismen nennen die Autorinnen und Autoren als mögliche Ursachen?
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