Generative KI wirkt laut Juan Luis Nicolau wie eine zusätzliche kognitive Ebene, die die Stimmung von Reisenden interpretiert und Vorschläge sofort personalisiert. Nicolau beschreibt diese Rolle im Journal of Smart Tourism und betont, dass Tourismusprodukte vor allem Erfahrungen sind.
Die Technik kann vor, während und nach einer Reise über Webseiten oder Smartphone-Apps genutzt werden. Vor der Reise hilft sie, Optionen zu erkunden und eine Reiseroute zu erstellen. Während der Reise liefert sie Echtzeit-Alternativen, etwa eine Empfehlung für eine Wanderung bei hoher Energie oder Hinweise auf ein ruhiges Café bei niedriger Energie. Reisegäste können der KI auch Hinweise geben, etwa: „Ich fühle mich energiegeladen und möchte heute erkunden.“
Zur Einordnung identifizierte Nicolau acht zentrale Forschungsbereiche und kartierte 15 thematische Felder, die Kernfunktionen generativer KI repräsentieren. Er hebt zudem hervor, dass generative KI menschenähnliches Denken simulieren kann, warnt aber vor Datenschutz- und ethischen Problemen: „Wir müssen uns bewusst sein, welche Informationen wir in die KI geben.“
Schwierige Wörter
- generativ — Art von Technik, die neue Inhalte erstelltGenerative
- kognitiv — mit Denken und Wahrnehmen verbundenkognitive
- stimmung — Gefühl oder emotionale Lage einer Person
- personalisieren — auf einzelne Personen individuell anpassenpersonalisiert
- alternative — eine andere Möglichkeit oder WahlEchtzeit-Alternativen
- reiseroute — geplante Strecke oder Programm einer Reise
- datenschutz — Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch
- ethisch — Fragen zu richtigem und falschem Handelnethischen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würdest du eine KI-App bei deiner nächsten Reise benutzen? Warum oder warum nicht?
- Welche persönlichen Informationen würdest du der KI nicht geben? Begründe kurz.
- Findest du es gut, wenn eine KI deine Stimmung erkennt? Welche Vorteile oder Nachteile siehst du?
Verwandte Artikel
Batterielose Metallmarken senden Ultraschall
Forschende entwickelten winzige, batterielose Metallmarken, die bei Berührung kurze Ultraschallsignale aussenden. Nahe Wearables können diese Signale erkennen; die Marken sind günstig, klein und sollen datenschutzfreundliche Smart-Home-Erkennung ermöglichen.
KI soll Todesursachen in armen Ländern besser erfassen
Ein dreijähriges Projekt namens CODA will mit künstlicher Intelligenz Sterbedaten in Ländern mit niedrigem Einkommen verbessern. Das System nutzt Interviews und historische Daten; begrenzte Tests sind ab September in Südafrika und Bangladesch geplant.
KI hilft bei der Erkennung von Melanomen
Forscher der University of Missouri trainieren KI-Modelle mit 400,000 Hautbildern, um Melanome schneller zu erkennen. Einzelne Modelle erreichten bis zu 88% Genauigkeit; kombiniert lagen die Modelle über 92% und dienen als Entscheidungsunterstützung.