Ein Team von Chemieingenieuren an der ETH Zürich verkleinerte OLED‑Pixel um mehrere Größenordnungen. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Nature Photonics veröffentlicht. Geleitet wurde das Team von Professor Chih‑Jen Shih.
Jiwoo Oh berichtet, dass der Durchmesser der kleinsten Pixel bei 100 Nanometer liegt, also etwa 50 Mal kleiner als frühere Technologien. Das Team zeigte außerdem ein ETH‑Logo aus 2,800 Nano‑OLEDs; dort misst jedes Pixel rund 200 Nanometer. In einem einzigen Herstellungsschritt erreichten die Forschenden eine maximale Pixeldichte, die rund 2500 Mal größer ist als zuvor.
Die kleinen Pixel könnten in Brillen nahe dem Auge ultrahochauflösende Bilder liefern oder als winzige Lichtquellen in Mikroskopen dienen. Die Forschenden nutzen Wechselwirkungen zwischen benachbarten Pixeln, um das Licht gezielt in bestimmte Richtungen zu lenken, statt in alle Richtungen zu strahlen. Sie verwenden Siliziumnitrid‑Membranen und wollen die Methode weiter optimieren, etwa für individuell steuerbare Pixel.
Schwierige Wörter
- verkleinern — etwas kleiner machen oder reduzierenverkleinerte
- größenordnung — Vergleichsmaß für die Größe von etwasGrößenordnungen
- durchmesser — Abstand von einer Seite zur anderen durch die Mitte
- nanometer — ein Milliardstel Meter, sehr kleines Längenmaß
- pixeldichte — Anzahl der Pixel pro Fläche
- wechselwirkung — Einfluss, den zwei Dinge aufeinander habenWechselwirkungen
- lenken — in eine bestimmte Richtung bewegen oder richten
- optimieren — etwas besser machen, so effizient wie möglich
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würden Sie eine Brille mit ultrahochauflösenden Nano‑OLEDs benutzen? Warum oder warum nicht?
- Welche Vor- und Nachteile könnten sehr kleine Pixel in Alltagsgeräten haben?
Verwandte Artikel
Metaboliten in Millionen Jahre alten Fossilien
Forschende extrahierten zum ersten Mal stoffwechselbezogene Moleküle aus fossilen Knochen im Alter von 1,3 bis 3 Millionen Jahren. Die Analysen zeigen Informationen zu Tieren, ihrer Nahrung und deuten auf damals wärmeres, feuchteres Klima hin.
KI in Mammogrammen zeigt Hinweise auf Herzrisiko
Eine retrospektive Studie fand, dass KI-gestützte Auswertung von Mammogrammen Kalk in Brustarterien erkennen kann. Die Befunde korrelieren mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wurden in einer großen Patientengruppe untersucht.
Citizen Science stärkt Überwachung von Gesundheit und Umwelt
Eine im August in Frontiers in Public Health veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigt: Citizen Science kann viele Gesundheits‑ und Wohlbefindensindikatoren der SDGs und der WHO‑Triple‑Billion‑Ziele besser überwachen. Autorinnen und Autoren kommen von IIASA und WHO.
Jagd beeinflusst Geschlechterverhältnis von Wildtruthähnen
Eine dreijährige Studie in Georgia, South Carolina und Louisiana zeigt, dass Jagd das Überleben männlicher Truthähne senkt und in bejagten Gebieten mehr weibliche Jungtiere entstehen. Forschende vermuten Stress und Paarungsverhalten als Ursachen.