Wichtige Wasserprojekte im Nahen Osten sind nach jüngsten Kürzungen der internationalen Hilfe bedroht. Ein Bericht stellt fest, dass 13 der 17 führenden Geberländer seit 2022 ihre Zusagen reduziert haben. Experten warnen, dass Einschnitte Projekte für Entsalzung, Wasserwiederverwendung und bessere Wasserbewirtschaftung gefährden.
In Jordanien gelten neue Vorhaben als strategisch notwendig, weil die natürlichen Wasserressourcen kaum ausreichen. USAID unterstützte Programme zur Verringerung von Wasserverlusten und finanzierte das Aqaba-Amman Water Desalination and Conveyance Project. Dieses Projekt, dessen Fertigstellung für Ende 2028 geplant ist, soll den Bedarf von etwa 4 millionen Menschen decken und durch eine 450-kilometergroße Leitung jährlich 300 Kubikmeter entsalztes Wasser nach Amman transportieren. Die Finanzierung ist zurückgegangen und Jordanien sucht nach alternativen Partnerschaften.
US-Daten zeigen, dass die Unterstützung für Jordaniens Wasser- und Sanitärsektor von US$115.6 million in 2023 auf rund US$40 million in diesem Jahr gesunken ist. Im Libanon wurden Programme gestoppt, weil die US-Hilfe ausgesetzt wurde, was das Vertrauen und Reformen gefährden kann.
Schwierige Wörter
- geberland — Land, das finanzielle Hilfe an andere Länder gibtGeberländer
- kürzung — Verminderung von Geld oder LeistungenKürzungen
- entsalzung — Meerwasser in Trinkwasser durch technische Anlagen umwandeln
- wasserwiederverwendung — Wasser nach der Nutzung erneut verwenden
- wasserbewirtschaftung — Planung und Schutz der Wasserressourcen
- verringerung — etwas weniger oder kleiner machen
- fertigstellung — Abschluss oder Ende eines Projekts
- zusage — Versprechen, finanzielle Hilfe zu gebenZusagen
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Diskussionsfragen
- Welche Folgen könnten die gekürzten Hilfen für Menschen in Jordanien haben?
- Welche alternativen Partnerschaften könnte Jordanien suchen und warum?
- Was könnten Geberländer tun, um Wasserprojekte besser zu schützen?
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