Eine Studie, veröffentlicht in Lancet Regional Health–Americas, untersuchte, ob das Wohnen nahe Bäumen die allostatische Belastung reduziert. Federführend war Amber Pearson vom Michigan State University College of Human Medicine. Das Team nutzte Daten der Centers for Disease Control and Prevention zu 40,307 Erwachsenen und verglich sie mit Satellitenkarten zur Baumdeckung auf Ebene der Census-Blocks.
Die Auswertung zeigte, dass eine höhere Baumkrone im Wohngebiet meist mit einer niedrigeren allostatischen Belastung verbunden war. Dieser positive Zusammenhang trat jedoch nicht bei den verletzlichsten Gruppen auf. Pearson erklärt, Menschen mit höherem Einkommen, besserer Bildung und Beschäftigung profitierten stärker.
Für nicht-hispanische schwarze Teilnehmende fanden die Forschenden andere Befunde: 24% lebten in Gebieten mit hoher Baumdeckung, zeigten aber nicht die gleiche Verringerung der Belastung wie weiße und hispanische Gruppen. Die Autorinnen betonen, dass Diskriminierung, schlechte Arbeitsmöglichkeiten und schlechte Nachbarschaftsbedingungen den Nutzen von Natur reduzieren können.
Schwierige Wörter
- allostatische Belastung — körperliche und psychische Belastung durch Stressallostatischen Belastung
- Baumkrone — oberer Teil eines Baumes mit Ästen und Blättern
- Baumdeckung — Anteil der Fläche mit Bäumen in einem Gebiet
- Diskriminierung — ungerechte Behandlung von Menschen wegen ihrer Gruppe
- verletzlich — leicht betroffen oder gefährdet durch Problemeverletzlichsten
- Satellitenkarte — Karten aus Bildern von SatellitenSatellitenkarten
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Diskussionsfragen
- Glauben Sie, dass mehr Bäume in Ihrer Nachbarschaft die Gesundheit verbessern würden? Warum oder warum nicht?
- Welche Maßnahmen könnten helfen, dass verletzliche Gruppen genauso von Natur und Bäumen profitieren?
- Was könnten Städte tun, um gleiche Vorteile durch Grünflächen für alle Bewohner zu fördern?
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