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Neue Studie: Beschneidung erhöht das Autismus-Risiko nicht (Level B2) — white and pink number 10

Neue Studie: Beschneidung erhöht das Autismus-Risiko nichtCEFR B2

13. Aug. 2026

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
4 Min
209 Wörter

Eine in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics veröffentlichte Studie stellt klar, dass kein Zusammenhang zwischen der Beschneidung neugeborener Jungen und Autismus besteht. Die Forscher analysierten Daten aus der US-weiten ECHO-Studie, die von den National Institutes of Health unterstützt wird. Die Ergebnisse sollen Eltern beruhigen, da frühere Veröffentlichungen und Medienberichte zu Unsicherheiten geführt hatten.

Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Risikos stammten aus zwei Beobachtungsstudien der Jahre 2013 und 2015. Gleichzeitig sind Autismus-Diagnosen in den USA deutlich gestiegen. Nach Angaben der CDC stieg die Autismus-Prävalenz von 1 zu 150 im Jahr 2000 auf 1 zu 31 im Jahr 2022. Experten weisen darauf hin, dass Ärzte die Erkrankung heute möglicherweise nur besser erkennen.

Ein Forschungsteam unter Leitung von Monica McGrath untersuchte Daten von 2.771 Jungen an 14 Standorten in den USA. Die wichtigsten Ergebnisse lauten:

  • Etwa 66 % der Jungen wurden vor dem Verlassen der Geburtsklinik beschnitten.
  • Etwa 7 % der Jungen hatten eine erfasste Autismus-Diagnose.
  • Die Autismus-Rate betrug 6 % bei beschnittenen und 9 % bei nicht beschnittenen Jungen.

Auch nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie dem Alter der Eltern gab es keinen signifikanten Zusammenhang. Die Studie zeigt somit, dass die Beschneidung im Hinblick auf Autismus sicher ist. Das Team untersucht nun weiter, welche anderen Faktoren den Anstieg der Diagnosen erklären könnten.

Schwierige Wörter

  • beschneidungmedizinischer Eingriff an der männlichen Vorhaut
  • zusammenhangVerbindung oder Beziehung zwischen zwei Phänomenen
  • befürchtungSorge oder Angst vor einer negativen Entwicklung
    Befürchtungen
  • prävalenzHäufigkeit des Vorkommens einer bestimmten Krankheit
  • signifikantstatistisch deutlich nachweisbar und nicht zufällig
    signifikanten
  • analysierenetwas systematisch untersuchen und genau auswerten
    analysierten

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Warum sind wissenschaftliche Studien wichtig, um Ängste bei Eltern abzubauen?
  • Welche Gründe könnten dazu führen, dass medizinische Diagnosen im Laufe der Zeit häufiger gestellt werden?

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