Eine neue Studie in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics bringt neue Erkenntnisse zum Thema Autismus. Wissenschaftler untersuchten, ob die Beschneidung von Jungen kurz nach der Geburt das Risiko für Autismus erhöht. In den letzten Jahren gab es dazu besorgte Berichte in den Medien.
Ein Forschungsteam wertete Daten von 2.771 Jungen an 14 Orten in den USA aus. Etwa 66 Prozent der Jungen wurden kurz nach der Geburt beschnitten. Insgesamt erhielten 7 Prozent aller untersuchten Jungen eine Autismus-Diagnose. Unter den beschnittenen Jungen lag die Autismus-Rate bei 6 Prozent, während sie bei den nicht beschnittenen Jungen 9 Prozent betrug.
Auch nach der Berücksichtigung von Faktoren wie dem Alter der Eltern fanden die Wissenschaftler keinen Zusammenhang mit Autismus. Die Ergebnisse zeigen klar, dass die Beschneidung in Bezug auf Autismus sicher ist. Das soll Eltern beruhigen, die sich wegen älterer Studien Sorgen machten. Das Team sucht nun weiter nach Ursachen für die steigenden Autismus-Diagnosen in den USA.
Schwierige Wörter
- erkenntnis — Neues Wissen oder eine neue Information durch Forschung.Erkenntnisse
- beschneidung — Ein medizinischer oder religiöser Eingriff an den Genitalien.
- zusammenhang — Eine Verbindung zwischen zwei verschiedenen Dingen oder Fakten.
- berücksichtigung — Das Einbeziehen von bestimmten Fakten oder Umständen.
- ursache — Der Grund, warum etwas Bestimmtes passiert oder entsteht.Ursachen
- beruhigen — Dafür sorgen, dass jemand weniger Sorgen hat.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es für Eltern wichtig, wissenschaftlich geprüfte Informationen über Gesundheitsthemen zu erhalten?
- Was können Wissenschaftler tun, um Ängste in der Bevölkerung abzubauen?
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