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Nepal nutzt sein großes Solarpotenzial noch nicht — Level B2 — a small village on a hill with mountains in the background

Nepal nutzt sein großes Solarpotenzial noch nichtCEFR B2

4. Nov. 2025

Adaptiert nach Sonia Awale, Global Voices CC BY 3.0

Foto von Calum Hill, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
6 Min
302 Wörter

Ein EMBER-Bericht vom Oktober 2025 zeigt, dass erneuerbare Energien weltweit die Kohle im Strommix überholt haben und dass Solar 83 Prozent des Anstiegs beigetragen hat. Nepal steht mitten in diesem Wandel: Das technische Solarpotenzial beträgt 432 gigawatt (432,000 MW), mehr als zehnmal so hoch wie das Wasserkraftpotenzial von 42,000 MW. Nepal hat über 300 Sonnentage und Strahlungswerte, die 3.6 bis 6.2 Einheiten Strom pro Quadratmeter erzeugen könnten. Gleichzeitig gefährden Gletscherseeausbrüche die Zuverlässigkeit der Wasserkraft in den Himalaya-Regionen.

Politik und Marktregeln begrenzen den Solaraufbau. Die Regierung setzt ein Solar-Limit von 10 Prozent, Solar liefert derzeit rund 5 Prozent. Solarprojekte sind wettbewerblich ausgeschrieben und haben einen festen Tarif von NPR 5 (USD 0.035) pro Einheit. Wasserkraftprojekte werden ohne Ausschreibung nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben und erhalten einen höheren Satz von NPR 6.5 (USD 0.046). Diese Unterschiede machen Wasserkraft angebotsgetrieben und Solar nachfragegetrieben und entmutigen viele Investoren.

Der Energieexperte Kushal Gurung bemerkte, dass Investoren wegen Umweltrisiken für Wasserkraft höhere Zahlungen verlangen. Bei einer Ausschreibung für 800 MW Solar gab es Angebote von insgesamt über 3,000 MW. Energieminister Kulman Ghising stimmte prinzipiell einer Anhebung des Limits zu, wollte aber die Ausschreibungspflicht nicht aufheben. Geopolitische Bedenken blockierten Projekte in Grenznähe: Ein Dolma‑Vorschlag 2018 in Mustang wurde gestoppt, und ein USD 190 million Projekt von Risen Energy für zwei 125 MW Anlagen mit 20 MW Speicher in Banke und Kapilvastu wurde nach indischen Sicherheitsbedenken nicht unterzeichnet.

Kleinere, von China unterstützte Vorhaben gingen voran, etwa eine gemeinsame Solar-Badehaus- und Dachanlage in Lalitpur 2024 im Rahmen des "Happy Community"-Programms. Als mögliche Schritte werden genannt: das Solar-Limit auf 30 percent anheben, Zonen in hochstrahlungsreichen Gebieten wie Dolpo und Mustang erweitern und Net‑Metering sowie Dachanlagen stärker nutzen. Gurung warnte, dass Diplomatie nötig sei, damit regionale Politik Projekte nicht weiter verzögert.

Schwierige Wörter

  • überholenschneller oder größer werden als etwas anderes
    überholt haben
  • StrahlungswertMenge der Sonneneinstrahlung pro Flächeneinheit
    Strahlungswerte
  • Gletscherseeausbruchplötzlicher Ausfluss eines Sees an einem Gletscher
    Gletscherseeausbrüche
  • Ausschreibungöffentliche Aufforderung, ein Angebot einzureichen
  • AnhebungErhöhung oder Steigerung eines Wertes oder Limits
  • wettbewerblichdurch Wettbewerb oder Ausschreibung organisiert
  • Diplomatieverhandeln zwischen Staaten oder Akteuren zur Lösung
  • Zuverlässigkeitdas Vertrauen, dass etwas regelmäßig funktioniert

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Vor- und Nachteile hätte es, das Solar-Limit auf 30 Prozent zu erhöhen? Begründe deine Meinung.
  • Welche diplomatischen Schritte könnten helfen, dass Projekte in Grenzregionen nicht mehr verzögert werden?
  • Wie könnten Net‑Metering und Dachanlagen konkret zum schnelleren Ausbau von Solarenergie in Nepal beitragen?

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