Usbekistan baut Müll-zu-Energie-Anlagen mit chinesischen InvestorenCEFR B2
24. Okt. 2025
Adaptiert nach Brian Hioe, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Vincent Tint, Unsplash
Usbekistan hat im Juli 2025 mit dem Bau großer Abfall-zu-Energie-Anlagen begonnen, die in Zusammenarbeit mit chinesischen Investoren errichtet werden. Am 7. Juli startete ein Projekt in der Provinz Andijon mit China International CAMCE (Investition USD 140 million); die Anlage soll 1,500 Tonnen Abfall täglich verbrennen und 240 million kWh Strom erzeugen. Am 18. Juli begann in Samarkand ein ähnliches Projekt mit Shanghai SUS Environment (USD 150 million).
Beide Projekte gehören zu einer Vereinbarung, nach der bis 2027 mindestens sieben WTE-Anlagen in sechs Provinzen und in Taschkent entstehen sollen. CAMCE plant weitere Anlagen in Taschkent und der Provinz Taschkent, SUS baut eine in Qashadaryo, und China Everbright International errichtet Anlagen in Namangan und Fergana. Die Agentur für Abfallmanagement und Entwicklung der Kreislaufwirtschaft wurde im September 2024 eingerichtet, und Präsident Shavkat Mirziyoyev nannte die Projekte im Oktober 2024 entscheidend für Land, Wasser, Gesundheit, Luftqualität und Energiestabilität.
Zusätzlich plant Usbekistan ein großes WTE-Projekt mit der emiratischen Tadweer Group und zwei Deponiegas-Anlagen mit koreanischer Finanzierung. Zusammen sollen diese Vorhaben mehr als 4.7 million Tonnen Abfall jährlich verbrennen, 2.1 billion kWh erzeugen (Wert USD 97 million), 152 million Kubikmeter Erdgas einsparen und die Treibhausgasemissionen um 2.4 million Tonnen reduzieren. Die Betreiber sollen Einnahmen aus Abfallgebühren und Stromverkäufen erhalten, und der Staat hat zugesichert, den Strom der chinesischen Anlagen in den nächsten 30 Jahren zu kaufen.
- Risiken: begrenzte Transparenz, Gesundheitsgefahren durch Verbrennen von Kunststoff, und unklare langfristige Überwachung.
- Ein Beispiel aus Kirgisistan: Ein Junxin-Vertrag sieht USD 17 Zahlung pro verbrannter Tonne vor, insgesamt USD 6.2 million pro Jahr, und die Anlage wird nach einem 30-Jahres-Vertrag nicht Staatsbesitz.
- Chinesische Firmen haben im Inland Überkapazitäten; die Zahl der Anlagen stieg von 67 (2005) auf 1,010 (2023).
Es bleibt unklar, wie Vertragsdetails, öffentliche Beteiligung und langfristige Umweltüberwachung in Usbekistan geregelt werden.
Schwierige Wörter
- abfall-zu-energie-anlage — Anlage, die Müll verbrennt und Strom erzeugtAbfall-zu-Energie-Anlagen, WTE-Anlagen
- verbrennen — Material durch Feuer oder Hitze zerstörenverbrannter
- treibhausgasemission — Gase, die zur Erderwärmung beitragenTreibhausgasemissionen
- deponiegas-anlage — Anlage, die Gas von Müllhalden nutztDeponiegas-Anlagen
- überkapazität — zu viel verfügbare Produktions- oder AnlagenkapazitätÜberkapazitäten
- transparenz — Offenheit über Informationen und Entscheidungen
- kreislaufwirtschaft — Wirtschaft, die Materialien und Ressourcen wiederverwendet
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Diskussionsfragen
- Welche Vorteile und Risiken sehen Sie in der Verbrennung von Abfall zur Energiegewinnung? Begründen Sie kurz.
- Wie könnte Usbekistan die Transparenz und die langfristige Umweltüberwachung der Anlagen verbessern?
- Welche Folgen könnte es haben, wenn der Staat den Strom chinesischer Anlagen über 30 Jahre garantiert?
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