In der Demokratischen Republik Kongo stoßen Einsatzkräfte bei einem neuen Ebola-Ausbruch auf starken Ärger und Vertrauensverlust in lokalen Gemeinden. Das berichteten Expertinnen und Experten auf einem internationalen Medienbriefing, organisiert vom Global Virus Network am 10 June. Stand 11 June meldete die DRC 635 bestätigte Fälle und 127 Todesfälle. Das Land hat zudem andere Gesundheitsprobleme wie Malaria, HIV, Cholera und Mangelernährung.
Marie Roseline Bélizaire vom WHO-Regionalbüro für Afrika sagte, die Gemeinden seien verärgert, weil Einsatzkräfte oft nur wegen Ebola kämen. Maria Van Kerkhove betonte, die Reaktion müsse auch Wasser, Sicherheit, Malaria, Masern und mpox umfassen.
Mehrere Expertinnen und Experten beklagten schwache Einsatzkapazitäten vor Ort, obwohl die DRC schon 17 Ebola-Ausbrüche bewältigt hat. Die aktuelle Reaktion begann erst fünf Monate nach dem Ende des 16. Ausbruchs. Feldbewertungen zeigten eine Infektionsprävention in Ituri, die im Schnitt unter 30 Prozent lag. Die WHO erklärte den Ausbruch am 17 May zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite.
Schwierige Wörter
- einsatzkraft — Person, die bei einem Einsatz arbeitetEinsatzkräfte
- vertrauensverlust — Verlust des Vertrauens in andere Menschen
- gemeinde — Gruppe von Menschen an einem OrtGemeinden
- bestätigen — sagen, dass etwas sicher wahr istbestätigte
- ausbruch — plötzliches Auftreten einer Krankheit in einer RegionAusbrüche
- infektionsprävention — Maßnahmen zum Verhindern von Infektionen
- notlage — ernste, dringende schwierige Situation
- bewältigen — mit einer schwierigen Lage fertig werdenbewältigt
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Diskussionsfragen
- Was könnten Einsatzkräfte tun, um Vertrauen in den lokalen Gemeinden wieder aufzubauen?
- Welche Auswirkungen haben die weiteren Gesundheitsprobleme (z. B. Malaria, Cholera) auf die Reaktion gegen Ebola in diesem Land?
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