Klimawandel reduziert Honigproduktion in Nord-KivuCEFR B2
14. Apr. 2026
Adaptiert nach Laura, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Ryan Waring, Unsplash
Der Klimawandel reduziert die Honigproduktion in Teilen der Demokratischen Republik Kongo, vor allem in Nord-Kivu rund um die Stadt Butembo. Im Ort Ndando fand die erfahrene Imkerin Mwanzi Zephanie nach mehr als drei Jahrzehnten Arbeit die Mehrheit ihrer etwa zehn Stöcke leer vor; früher war insbesondere in den Monaten April bis Juli mit reichlich Honig zu rechnen.
Die Ursachen sind laut Beobachtungen und Berichten unregelmäßige Regenfälle, anhaltende Dürren und ein insgesamt unberechenbares Klima, sodass weniger Bäume blühen und Nektar knapp wird. Zusätzlich greifen unbekannte Insekten die Stöcke an und einige Bienen verlassen ihre Kolonien. Auf den lokalen Märkten verzeichneten Händler einen Preisanstieg: Ein Liter Honig wurde in der ersten Hälfte von 2025 für USD 7 verkauft, in der ersten Hälfte von 2026 für USD 10–12. Dies macht Honig weniger erschwinglich und belastet sowohl Produzenten als auch Verbraucher.
Vutsapu Michaël, Präsident des Vorstands der Academia Group, hebt hervor, dass Aufforstungsbetriebe betroffen sind, Schulungen zu Klimafragen teurer werden und das Bewusstsein in der Region unzureichend bleibt. Er kritisiert auch das großflächige Fällen von Eukalyptus für Brenn- und Bauholz, das den Bienen Ressourcen entzieht. Michaël empfiehlt gezielte Wiederaufforstung mit nektarreichen Arten wie Calliandra, Grevillea und Eukalyptus sowie die Ausbildung von Imkern in modernen Methoden. Moderne Beuten würden Kolonien besser schützen und die Produktion steigern; Imker sollten sich an verschobene Klimazylen anpassen.
Als weitere Belastung nennt der Bericht den anhaltenden bewaffneten Konflikt in Nord-Kivu: Unsicherheit und Massenvertreibungen verhindern oft den Zugang zu honigproduzierenden Gebieten und verringern die Möglichkeit, Stöcke regelmäßig zu betreuen und Honig zu ernten.
Schwierige Wörter
- klimawandel — langfristige Veränderung des regionalen Wetters
- imkerin — Person, die Honigbienen hält und pflegt
- dürre — lange Zeit mit sehr wenig NiederschlagDürren
- nektar — zuckerhaltige Flüssigkeit in Blüten, Nahrung für Bienen
- wiederaufforstung — Neupflanzung von Bäumen zur Wiederherstellung
- massenvertreibung — Zwangsweise Vertreibung vieler Menschen aus GebietenMassenvertreibungen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Folgen hat der Preisanstieg für Produzenten und Verbraucher in der Region? Nenne zwei mögliche Folgen.
- Wie könnten gezielte Wiederaufforstung und moderne Beuten die Honigproduktion verbessern? Begründe kurz.
- Inwiefern verschlechtert der bewaffnete Konflikt die Imkerei, und welche Maßnahmen könnten diesen Effekt verringern?
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