An der Johns Hopkins University wurde ein erklärbares KI-System entwickelt, das Medizinstudierende beim Üben grundlegender chirurgischer Fertigkeiten wie dem Nähen (Suturing) anleitet. Die Methode wurde auf der International Conference on Medical Image Computing and Computer Assisted Intervention vorgestellt. Sie wurde mit Videos erfahrener Chirurgen und mit aufgezeichneten Handbewegungen trainiert, während Inzisionen verschlossen wurden.
Die KI bewertet nicht nur, sie zeigt auch genau, wie sich die Technik verbessern lässt. Nach dem Üben sendet das System personalisierte Textnachrichten, die die Bewegungen der Lernenden mit denen der Expertinnen und Experten vergleichen und konkrete Änderungen vorschlagen. Das soll die arbeitsintensive Beobachtung und Rückmeldung durch betreuende Ärztinnen und Ärzte ergänzen.
In einer ersten Studie wurden 12 Medizinstudierende mit etwas Näherfahrung zufällig zwei Trainingsgruppen zugeteilt. Eine Gruppe erhielt sofortiges KI-Feedback, die andere übte nach dem Anschauen von Videos. Studierende mit solider Grundausbildung lernten deutlich schneller mit der KI; Anfängerinnen und Anfänger profitierten in diesem Stadium weniger. Das Team plant, das Modell zu verfeinern und breiter verfügbar zu machen, etwa für zu Hause mit Nähset und Smartphone.
Schwierige Wörter
- Knappheit — Mangel an etwas, nicht genug da.
- lösungsansätze — Wege oder Ideen, um ein Problem zu lösen.
- unterstützt — Hilfe geben oder helfen.
- verbessern — Besser machen, etwas erweitern.
- Wunden — Verletzungen der Haut oder des Gewebes.
- Ausbildung — Prozess des Lernens und Trainierens.
- revolutionieren — Völlig verändern oder neu gestalten.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vorteile bringt Künstliche Intelligenz in der Ausbildung?
- Wie könnte die medizinische Ausbildung in Zukunft aussehen?
- Welche anderen Bereiche könnte KI revolutionieren?
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