Eine in Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen, die im Jugend‑ oder jungen Erwachsenenalter Krebs hatten, schneller altern – sowohl auf zellulärer Ebene als auch in der Hirnfunktion. Die Arbeit wurde von AnnaLynn Williams am University of Rochester Wilmot Cancer Institute geleitet; Kevin Krull vom St. Jude Children’s Research Hospital war beteiligt. Erste Daten waren 2022 auf der Tagung der American Society of Hematology vorgestellt worden.
Die Forschenden untersuchten rund 1.400 Überlebende, viele davon lange Jahre nach der Behandlung. Die Mehrzahl hatte eine akute lymphoblastische Leukämie oder ein Hodgkin‑Lymphom. Besonders Chemotherapie, die DNA und Gewebe schädigen kann, war mit stärkerer Alterung verbunden. Höheres biologisches Alter ging häufig mit schlechteren Ergebnissen in Gedächtnis‑ und Aufmerksamkeitstests einher.
Das Team testet Interventionen wie Rauchstopp, mehr Bewegung und bessere Ernährung. Eine Pilotstudie verglich Gewebeproben von 50 Personen mit Hodgkin‑Lymphom vor und nach der Behandlung mit 50 gesunden Gleichaltrigen. Die Arbeit wird vom National Cancer Institute finanziert.
Schwierige Wörter
- altern — Prozess, bei dem Körperfunktionen langsamer werden
- zellulär — die Zellen betreffend, auf Zellen bezogenzellulärer
- hirnfunktion — Aufgaben und Leistungen des Gehirns
- überlebende — Person, die eine schwere Krankheit überstanden hat
- chemotherapie — Behandlung mit Medikamenten gegen Krebs
- biologisches alter — Alter des Körpers unabhängig vom Geburtsjahr
- interventionen — geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit
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Diskussionsfragen
- Welche der genannten Interventionen (Rauchstopp, mehr Bewegung, bessere Ernährung) würdest du zuerst empfehlen und warum?
- Wie könnten lange Nachsorgeuntersuchungen für Überlebende deiner Meinung nach organisiert werden, damit Probleme früh erkannt werden?
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