Eine in Science Advances veröffentlichte Studie analysierte pränatale Belastung durch extreme Hitze und Feuchtigkeit in Südostasien und verwendete dafür das kombinierte Hitzestressmaß WBGT. Die Forschenden verknüpften Kindergesundheitsdaten aus den Demographic and Health Surveys (DHS) mit täglichen Wetterdaten des Climate Hazards Center at UCSB.
Für Vergleiche setzten sie Schwellenwerte von 35 °C für Temperatur und 29 °C für WBGT, sodass die Kategorien «heiß» und «heiß-feucht» vergleichbar waren. Zusätzlich erklärten die Autorinnen und Autoren, dass Feuchtigkeit die Körperkühlung erschwert, weil Schweiß langsamer verdunstet.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Berücksichtigung von Feuchte den Effekt extremer Hitze auf das Kinderwachstum etwa vervierfachte. Exposition im dritten Trimester war deutlich schädlicher; ein Anstieg um eine Standardabweichung bei Hitze und Feuchte entsprach Kindern, die 13 % kürzer für ihr Alter waren, während Hitze allein nur etwa 1 % Verringerung zeigte.
Die Forschenden nennen Einschränkungen wie fehlende genaue Geburtsdaten und prüften verschiedene Schwellenwerte sowie Geburtenraten und Säuglingssterblichkeit. Sie arbeiten an Vorhersagen, Frühwarnsystemen und weiteren Projekten mit meteorologischen Diensten und Partnern.
Schwierige Wörter
- pränatal — Vor der Geburt, während der Schwangerschaft.pränatale
- Feuchtigkeit — Menge an Wasserdampf in der Luft.
- verdunsten — Wenn Flüssigkeit zu Dampf wird und entweicht.verdunstet
- Körperkühlung — Abkühlung des Körpers durch Wärmeabgabe.
- Exposition — Ausgesetztsein gegenüber einem Einfluss oder Stoff.
- Trimester — Drittel der Schwangerschaft, also etwa drei Monate.
- Standardabweichung — Maß für die Streuung von Messwerten.
- Säuglingssterblichkeit — Anzahl der Todesfälle bei Babys in einem Jahr.
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Diskussionsfragen
- Welche Folgen hat extreme Hitze und Feuchtigkeit für das Kindeswachstum laut diesem Text?
- Welche Einschränkung nennen die Forschenden, und warum ist diese wichtig für die Studie?
- Wie könnten Vorhersagen oder Frühwarnsysteme Familien oder Gesundheitsdiensten helfen?
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