Grima: Messerfechten in Puerto TejadaCEFR A2
19. Apr. 2025
Adaptiert nach Rowan Glass, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von J̶o̶h̶n̶n̶y̶ Sántiz, Unsplash
In Puerto Tejada, einer überwiegend afroabstammenden Gemeinde im Departement Cauca, erhält eine kleine Gruppe die Kampfkunst grima. Die Praxis geht auf die Kolonialzeit zurück, als versklavte Afrikaner auf Zuckerrohrplantagen die Machete vom Werkzeug zur Waffe machten.
Im Haus des Kakaos, dem Sitz einer Fecht‑Akademie, üben die Meister mit Machete und Bordón. Heute sinkt die Zahl der Meister, weil viele junge Menschen in die Städte ziehen und andere Kulturen annehmen. Meister und Aktivisten setzen sich für staatliche Anerkennung ein, weil sie hoffen, dadurch mehr Aufmerksamkeit, Programme und Geld zu bekommen. Bis dahin lehren die Meister weiter, um die Tradition zu bewahren.
Schwierige Wörter
- afroabstammend — mit Vorfahren, die aus Afrika kommenafroabstammenden
- departement — ein Verwaltungsgebiet wie ein Bundesland
- kampfkunst — eine Sportart mit Kampf und Technik
- grima — eine traditionelle Kampftechnik aus Afrika
- versklaven — jemanden zwingen, als Sklave zu arbeitenversklavte
- machete — ein langes Messer, oft als Werkzeug
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Findest du es wichtig, Traditionen zu bewahren? Warum?
- Was könnten junge Menschen tun, damit eine Tradition weiterlebt?
- Kennst du eine traditionelle Kunst oder ein Handwerk in deiner Gegend? Erzähle kurz.
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