Ein Forschungsteam an der University of South Florida untersuchte, wie Augenbewegungen und Hirnaktivität beim Lesen zusammenwirken. Teilnehmende lasen jeweils 180 Sätze leise und drückten nach jedem Satz eine Taste, um weiterzumachen.
Die Forschenden nutzten eine EEG-Kappe zur Messung der Hirnwellen und ein kamera-basiertes System zur Blickverfolgung. 55 Personen nahmen an etwa zweistündigen Sitzungen teil. In manchen Sätzen veränderten die Forschenden die kommenden Wörter, sodass sie erwartbar, leicht verändert oder unerwartet waren. So verglichen sie die Gehirnreaktionen, wenn ein Wort übersprungen wurde oder direkt gelesen wurde.
Die Ergebnisse zeigen, dass übersprungene Wörter oft teilweise erkannt werden und dass die Entscheidung zum Überspringen schnell und prädiktiv getroffen wird. Die Studie könnte den Leseunterricht und Hilfen bei Leseschwierigkeiten beeinflussen.
Schwierige Wörter
- forschungsteam — Gruppe von Wissenschaftlern, die zusammen an Projekten arbeiten
- augenbewegung — Bewegung der Augen beim Schauen oder LesenAugenbewegungen
- hirnaktivität — Elektrische Signale im Gehirn bei geistiger Arbeit
- hirnwelle — Rhythmische elektrische Aktivität im GehirnHirnwellen
- blickverfolgung — Messung, wohin eine Person mit den Augen schaut
- überspringen — Ein Wort nicht lesen und zum nächsten gehenübersprungen
- erwartbar — Etwas, das man vorher vermuten oder erwarten kann
- prädiktiv — Etwas, das auf Vorhersage oder Prognose beruht
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hast du schon einmal Wörter beim schnellen Lesen übersprungen? Warum?
- Wie könnte diese Forschung beim Lesenlernen helfen?
- Würdest du an so einer Studie teilnehmen? Warum oder warum nicht?
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