Peripherie-Gruppen aus São Paulo präsentieren Vorschläge für die COP30CEFR B2
14. Nov. 2025
Adaptiert nach Liam Anderson, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Bradley Andrews, Unsplash
Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten aus den Peripherievierteln von São Paulo hat ein ausführliches Dokument mit Analysen und etwa 30 Vorschlägen für die COP30 vorbereitet. Das Schreiben ist von 50 Kollektiven und 1.000 Gemeindevertreterinnen und -vertretern unterschrieben. Organisiert wurde die Initiative von der Peripheren Front für Rechte, einem Zusammenschluss, der aus sozialen Bewegungen hervorging, die während der COVID-19-Pandemie Lebensmittel, Hygiene-Kits und Masken verteilten. Koordinator Edson Pardinho betont, die Gruppe wolle Kontakte zu Menschen aus anderen Ländern und marginalisierten Regionen Brasiliens knüpfen, um ein von Peripherien gestaltetes Projekt zu präsentieren.
In den Monaten vor der COP30 mobilisierte die Front Aktivistinnen und Aktivisten, um Klimaziele zu diskutieren und kollektive Vorschläge zu entwerfen. Der Brief listet sowohl gemeinschaftliche Maßnahmen als auch politische Forderungen auf, darunter:
- Reinigung von Bächen und gemeinschaftliche Wiederaufforstung,
- Gemeinschaftsgärten und -farmen,
- Stärkung von Recycling-Kooperativen und Einführung einer grünen Währung für Recycling,
- Ausbau von Regenwassersammelsystemen und lokale Anpassungspläne unter Leitung der Gemeinschaften,
- Solidargruppen für Stürme, Umweltunterstützungsnetzwerke und gemeinschaftliche Kommunikationsangebote.
Das Manifest betont außerdem Bildungsarbeit von Sozialpädagoginnen, Kulturkollektiven und Lehrkräften sowie den Schutz indigener Völker; die Guaraní aus dem Tekoá Pyau-Indigenendorf forderten Schutz und machten deutlich, dass ihr Überleben wesentlich für den Umweltschutz ist. Zur Wohnfrage heißt es, viele Häuser im Süden von São Paulo wurden irregular in APAs gebaut; es gab jüngst Maßnahmen von Behörden und Gerichtsentscheidungen gegen diese Besetzungen. Gemeinden wie Cidade Ademar und Pedreira sind besonders gefährdet, weil sie nahe Staudämmen und Abwasserflüssen liegen. Der Bau einer Brücke auf der Alvarenga-Straße über den Billings-Staudamm beeinträchtigte die aquatische Fauna. Jaison Lara warnte, wenn die COP von diplomatischen Figuren dominiert bleibe, würden Wissen aus Peripherien, Quilombos, indigenen Gemeinschaften und Flussanwohnern nicht berücksichtigt; er fügte hinzu, er habe mit mehr als 200 Kindern gesprochen und es gebe keine öffentlichen Politiken, die speziell auf sie ausgerichtet sind.
Schwierige Wörter
- peripherieviertel — Wohngebiet am Rand einer großen StadtPeripherievierteln
- wiederaufforstung — Anpflanzung von Bäumen zur Erholung von Wäldern
- recycling-kooperative — Gruppe, die gemeinsam Recycling arbeitet und verkauftRecycling-Kooperativen
- regenwassersammelsystem — Technik zum Sammeln und Nutzen von RegenwasserRegenwassersammelsystemen
- gemeinschaftlich — Von einer Gemeinschaft gemeinsam organisiert oder gemachtgemeinschaftliche
- manifest — Schriftliches Dokument mit klaren Forderungen und Ideen
- staudamm — Bauwerk, das Wasser für Flüsse zurückhältStaudämmen
- aquatisch — Die in oder nahe Wasser lebende Tierweltaquatische
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vorteile und welche Schwierigkeiten könnten gemeinschaftliche Wiederaufforstung und Gemeinschaftsgärten in Peripherievierteln haben?
- Wie könnten lokale Anpassungspläne unter Leitung der Gemeinschaften konkret aussehen? Nenne zwei Beispiele aus dem Text oder deiner Vorstellung.
- Welche Wege kann die COP gehen, damit Wissen aus Peripherien, Quilombos und indigenen Gemeinschaften besser berücksichtigt wird?
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