In einem Rattenmodell sammelte das Forschungsteam unreife Nervenzellen aus dem Rückenmark oder aus dem Hirnstamm und verpflanzte sie an die Stelle der Rückenmarksverletzung. Die Tiere zeigten danach Anzeichen einer wiederhergestellten Nervensteuerung der Durchblutung.
Die kardiovaskuläre Funktion verbesserte sich: Der Ruheblutdruck stabilisierte sich und die durchschnittliche Herzfrequenz sank. Die Transplantate stellten einige nervengetriebene Regelmechanismen wieder her, verringerten aber nicht den Anstieg hormoneller Kontrolle nach einer Rückenmarksverletzung. Künftige Arbeiten sollen die Wirkung länger erhalten und gleichzeitig schädliche hormonelle Reaktionen reduzieren. Die Studie erschien in eNeuro.
Schwierige Wörter
- unreif — nicht vollständig entwickelt, noch jungunreife
- nervenzelle — Zelle, die Signale im Nervensystem leitetNervenzellen
- rückenmark — Teil des zentralen Nervensystems im Rücken
- hirnstamm — Teil des Gehirns, wichtig für Grundfunktionen
- verpflanzen — etwas in einen anderen Körper einsetzenverpflanzte
- transplantat — Gewebe oder Zelle, die man einsetztTransplantate
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig, die hormonellen Reaktionen nach einer Rückenmarksverletzung zu reduzieren?
- Welche Vorteile hätte eine länger anhaltende Wirkung der Transplantate für die Tiere?
Verwandte Artikel
Energieunsicherheit und mehr Angst und Depression in US‑Haushalten
Eine Studie findet, dass Energieunsicherheit in vielen US‑Haushalten mit höheren Raten von Angststörungen und Depressionen verbunden ist. Forschende empfehlen, in der Gesundheitsversorgung nach Energieproblemen zu fragen und weitere Studien durchzuführen.
Ketogene Diät verbessert Muskelreaktion bei hohem Blutzucker
In einer Tierstudie normalisierte eine ketogene Diät den Blutzucker und machte die Muskeln aerober. Forschende sehen, dass Ernährung zusammen mit Bewegung die Fitness bei hohem Blutzucker verbessern kann. Menschliche Studien sind der nächste Schritt.
KI und Bürgerfotos finden Malariamücke auf Madagaskar
Forscher nutzten Künstliche Intelligenz und von Bürgern eingesandte Smartphone‑Fotos, um wahrscheinlich das erste nachgewiesene Vorkommen von Anopheles stephensi auf Madagaskar zu identifizieren. Die WHO warnt vor einem erhöhten Risiko für die Malariakontrolle in Afrika.