In einem Rattenmodell sammelte das Forschungsteam unreife Nervenzellen aus dem Rückenmark oder aus dem Hirnstamm und verpflanzte sie an die Stelle der Rückenmarksverletzung. Die Tiere zeigten danach Anzeichen einer wiederhergestellten Nervensteuerung der Durchblutung.
Die kardiovaskuläre Funktion verbesserte sich: Der Ruheblutdruck stabilisierte sich und die durchschnittliche Herzfrequenz sank. Die Transplantate stellten einige nervengetriebene Regelmechanismen wieder her, verringerten aber nicht den Anstieg hormoneller Kontrolle nach einer Rückenmarksverletzung. Künftige Arbeiten sollen die Wirkung länger erhalten und gleichzeitig schädliche hormonelle Reaktionen reduzieren. Die Studie erschien in eNeuro.
Schwierige Wörter
- unreif — nicht vollständig entwickelt, noch jungunreife
- nervenzelle — Zelle, die Signale im Nervensystem leitetNervenzellen
- rückenmark — Teil des zentralen Nervensystems im Rücken
- hirnstamm — Teil des Gehirns, wichtig für Grundfunktionen
- verpflanzen — etwas in einen anderen Körper einsetzenverpflanzte
- transplantat — Gewebe oder Zelle, die man einsetztTransplantate
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig, die hormonellen Reaktionen nach einer Rückenmarksverletzung zu reduzieren?
- Welche Vorteile hätte eine länger anhaltende Wirkung der Transplantate für die Tiere?
Verwandte Artikel
Wie KI die Gesundheitsversorgung in Subsahara-Afrika verändert
KI hilft bereits in Teilen Subsahara-Afrikas bei Diagnosen und Logistik. Pilotprojekte in Kenia, Ghana und Ruanda zeigen weniger falsche Antibiotikaverschreibungen, schnellere Tests und sinkende Komplikationen, aber auch Risiken und Bedarf an Regeln.
Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit reduziert Demenzrisiko
Ältere Erwachsene, die ein Training zur Verarbeitungsgeschwindigkeit machten und später Auffrischungen erhielten, hatten in einer 20-Jahres-Studie eine geringere Wahrscheinlichkeit, mit Demenz diagnostiziert zu werden.
Nasenspray mit Vesikeln verringert Hirnalterung in Modellen
Forscher entwickelten ein intranasales Nasenspray, das extrazelluläre Vesikel mit Mikro‑RNAs ins Gehirn bringt. In präklinischen Modellen reduzierte es Entzündungen, verbesserte Mitochondrien und das Gedächtnis; Übertragbarkeit auf Menschen ist noch unklar.