In einem Rattenmodell sammelte das Forschungsteam unreife Nervenzellen aus dem Rückenmark oder aus dem Hirnstamm und verpflanzte sie an die Stelle der Rückenmarksverletzung. Die Tiere zeigten danach Anzeichen einer wiederhergestellten Nervensteuerung der Durchblutung.
Die kardiovaskuläre Funktion verbesserte sich: Der Ruheblutdruck stabilisierte sich und die durchschnittliche Herzfrequenz sank. Die Transplantate stellten einige nervengetriebene Regelmechanismen wieder her, verringerten aber nicht den Anstieg hormoneller Kontrolle nach einer Rückenmarksverletzung. Künftige Arbeiten sollen die Wirkung länger erhalten und gleichzeitig schädliche hormonelle Reaktionen reduzieren. Die Studie erschien in eNeuro.
Schwierige Wörter
- unreif — nicht vollständig entwickelt, noch jungunreife
- nervenzelle — Zelle, die Signale im Nervensystem leitetNervenzellen
- rückenmark — Teil des zentralen Nervensystems im Rücken
- hirnstamm — Teil des Gehirns, wichtig für Grundfunktionen
- verpflanzen — etwas in einen anderen Körper einsetzenverpflanzte
- transplantat — Gewebe oder Zelle, die man einsetztTransplantate
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Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig, die hormonellen Reaktionen nach einer Rückenmarksverletzung zu reduzieren?
- Welche Vorteile hätte eine länger anhaltende Wirkung der Transplantate für die Tiere?
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