Eine Studie der University of Georgia untersuchte 134 tote Schwarzgeier aus sieben Bundesstaaten, gesammelt in den Jahren 2022 und 2023. Bei mehr als 84 % der getesteten Vögel wurde das hochpathogene H5N1-Virus nachgewiesen.
Nicole Nemeth vom Southeastern Cooperative Wildlife Disease Study der UGA sagt, die untersuchten Kadaver könnten Zehntausende oder Hunderttausende von Schwarzgeiern repräsentieren. Die Forschenden erklären, dass das Aasfressverhalten der Geier eine ganzjährige Zirkulation des Virus ermöglicht.
Frühere Arbeiten legen nahe, dass etwa die Hälfte der infizierten Geier überlebt und Überlebende Antikörper entwickeln. Koautor David Stallknecht betont damit die hohe Übertragbarkeit, aber auch die Überlebensfähigkeit einiger Individuen.
Die Studie warnt zudem vor Risiken für seltene Arten: Ein Ausbruch 2023 in Kalifornien tötete mindestens 20 Kalifornische Kondore. Die Forschung erscheint in Scientific Reports.
Schwierige Wörter
- hochpathogen — sehr gefährlich und krankheitserregend für Tierehochpathogene
- kadaver — toter Körper eines verendeten Tieres
- aasfressverhalten — Art zu fressen, bei der Aas gegessen wird
- zirkulation — ständiges Vorhandensein oder Verbreitung eines Virus
- antikörper — Proteine im Blut, die vor Krankheit schützen
- übertragbarkeit — wie leicht eine Krankheit weitergegeben wird
- überlebensfähigkeit — Fähigkeit eines Individuums, eine Krankheit zu überstehen
- ausbruch — plötzliches Auftreten einer Krankheit in einer Gruppe
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Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig zu wissen, ob Geier Antikörper gegen H5N1 entwickeln?
- Welche einfachen Maßnahmen könnten helfen, seltene Arten wie Kondore zu schützen?
- Wie sollten Behörden reagieren, wenn viele tote Wildvögel gefunden werden?
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