Forschende untersuchten 16 Personen im Fahrsimulator. Die Teilnehmenden fuhren, bedienten einen 12‑Zoll‑Touchscreen und absolvierten gleichzeitig eine N‑back‑Aufgabe mit Zahlen, die alle 2,5 Sekunden kamen. Zur Abschätzung der kognitiven Belastung maßen die Forschenden Blickrichtung, Fingerbewegungen, Pupillendurchmesser und elektrodermale Aktivität.
Beim Multitasking verschlechterten sich sowohl die Fahrleistung als auch die Touchscreen‑Bedienung deutlich. Die Studie zeigt, dass Spurabweichungen häufiger wurden und die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei der Bedienung stark sanken. Unter hoher kognitiver Belastung wurden Blicke zum Bildschirm kürzer, und das "Hand‑before‑eye"‑Verhalten nahm zu.
Größere Touchziele verbesserten die Leistung nicht. Die Autorinnen und Autoren empfehlen, dass künftige Fahrzeuge einfache Sensoren wie Blickverfolgung oder Berührungssensoren am Lenkrad nutzen, um Aufmerksamkeit und Belastung zu erkennen und die Oberfläche anzupassen.
Schwierige Wörter
- forschende — Personen, die wissenschaftlich arbeiten und untersuchen
- fahrsimulator — Gerät, das echtes Fahren nachahmt zum Üben
- n‑back‑aufgabe — Gedächtnisaufgabe mit wiederkehrenden Zahlen oder Reizen
- kognitive belastung — Anstrengung für Denken und Aufmerksamkeit im Kopfkognitiven Belastung
- pupillendurchmesser — Größe der Augenöffnung, gemessen am Auge
- spurabweichung — Bewegung vom richtigen Fahrstreifen weg beim FahrenSpurabweichungen
- touchziel — Bereich auf dem Bildschirm zum AntippenTouchziele
- sensor — Gerät, das Informationen aus der Umgebung misstSensoren
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Halten Sie Blickverfolgung im Auto für nützlich? Warum oder warum nicht?
- Wie würden Sie das Display im Auto gestalten, damit es weniger ablenkt?
- Welche einfachen Sensoren (z. B. Blickverfolgung, Berührungssensoren) fänden Sie im Auto sinnvoll? Erklären Sie kurz.
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