Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die sinkende Geburtenrate in den USA zum Fortschritt bei gleicher Bezahlung von Männern und Frauen beigetragen hat. Die Forschenden nutzten dafür große nationale Daten zu Familiengröße und Einkommen.
Die Autorinnen und Autoren schätzen, dass etwa acht Prozent der Verringerung der Lohnlücke damit zusammenhängen, dass Frauen weniger Kinder bekommen haben. Die Analyse zeigt auch, dass die durchschnittliche Kinderzahl pro erwerbstätiger Person von rund 2,4 in den 1980er Jahren bis 1,8 im Jahr 2000 sank.
Als Gründe nennen die Forschenden, dass Mutterschaft oft mit Lohnverlusten verbunden ist, weil viele Mütter weniger arbeiten. Sie schlagen Maßnahmen wie bessere Kinderbetreuung und mehr gemeinsame Betreuungsarbeit vor.
Schwierige Wörter
- geburtenrate — Anzahl der geborenen Kinder in einer Bevölkerung
- lohnlücke — Unterschied beim Einkommen zwischen Männern und Frauen
- erwerbstätig — Person, die bezahlt arbeitet oder eine Arbeit haterwerbstätiger
- mutterschaft — Zustand oder Rolle, wenn eine Frau Mutter ist
- verringerung — Das Wenigerwerden oder der Rückgang von etwas
- kinderbetreuung — Betreuung, Pflege und Aufsicht für kleine Kinder
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Glaubst du, dass bessere Kinderbetreuung berufstätigen Eltern hilft? Warum?
- Welche der vorgeschlagenen Maßnahmen findest du wichtiger: bessere Kinderbetreuung oder mehr gemeinsame Betreuungsarbeit? Warum?
- Kennst du Beispiele aus deinem Umfeld, wo Arbeit und Kinderpflege verbunden sind? Beschreibe kurz.
Verwandte Artikel
AAS-Chefin warnt vor Mangel an afrikanischer Forschung
Lise Korsten von der African Academy of Sciences sagt, dass fehlende in Afrika erzeugte Daten die Politik bremsen und den Kontinent im Handel schwächen. Die AAS baut Netzwerke, fördert Wissenschaftsdiplomatie und will Forscher aus der Diaspora einbinden.
Wie KI die Gesundheitsversorgung in Subsahara-Afrika verändert
KI hilft bereits in Teilen Subsahara-Afrikas bei Diagnosen und Logistik. Pilotprojekte in Kenia, Ghana und Ruanda zeigen weniger falsche Antibiotikaverschreibungen, schnellere Tests und sinkende Komplikationen, aber auch Risiken und Bedarf an Regeln.
Afrika baut regionale Impfstoffproduktion aus
Die CPHIA 2025 in Durban diskutierte einen panafrikanischen Plan zur Ausweitung der Impfstoff- und Arzneimittelproduktion. Der Plan, geleitet von Africa CDC, sieht US$3.2 billion Investitionen vor und zielt auf mehr Produktion in Afrika bis 2040.
Finanzieller Stress und schlechter Schlaf
Eine Studie mit Angehörigen der Army und der Air National Guard zeigt: Sorgen um Geld und Arbeitsplatz führen zu stressbedingten Verhaltensweisen vor dem Zubettgehen und zu schlechterer Schlafqualität. Arbeitgeber und Abendrituale können helfen.