Eine Studie nutzte Satellitendaten von 92 Großstädten. Für 72 Städte gab es genug Daten, um Veränderungen von 2019 bis 2023 zu vergleichen. Insgesamt lagen die städtischen Methanemissionen 2023 um 6% über dem Wert von 2019 und um 10% über dem von 2020. In vielen europäischen Städten gingen die Emissionen dagegen zurück.
Herkömmliche, so genannte Bottom-up-Rechnungen zeigen seit 2020 nur kleinere Anstiege zwischen 1,7% und 3,7%. Die Forschenden nennen alte oder undichte Erdgasinfrastruktur, Deponien und Abwasseranlagen als häufige Quellen. Methan wirkt über 20 Jahre etwa 80-mal stärker als Kohlendioxid.
Schwierige Wörter
- satellitendaten — Messdaten von Sensoren im Weltraum
- methanemission — Menge Methan, die in die Luft gehtMethanemissionen
- deponie — Ort, wo Müll gesammelt und gelagert wirdDeponien
- abwasseranlage — Anlage, die Abwasser sammelt oder behandeltAbwasseranlagen
- erdgasinfrastruktur — Leitungen und Anlagen für Erdgastransport
- bottom-up-rechnung — Berechnung von Emissionen aus einzelnen QuellenBottom-up-Rechnungen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum, denkst du, sind die Methanemissionen in vielen europäischen Städten gesunken?
- Welche der genannten Quellen (Erdgasleitungen, Deponien, Abwasseranlagen) gibt es in deiner Stadt?
- Was könnte man in Städten tun, um Methan zu reduzieren?
Verwandte Artikel
Moderne Räucheröfen verringern Fischverluste am Malawisee
Forscherinnen und Forscher entwickelten geschlossene Räucheröfen, die weniger Brennholz brauchen und Fisch länger haltbar machen. Das Projekt startete 2024 und will Verarbeiterinnen und Verarbeitern helfen und Verluste reduzieren.
Gletscherseen im Hindu Kush‑Himalaya: Risiko und fehlende Daten
Im Hindu Kush‑Himalaya schmelzen Gletscher und bilden zahlreiche Seen. Geheimhaltung, politische Spannungen und ungleicher Zugang zu Daten erschweren Frühwarnsysteme für Gletschersee‑Ausbrüche, die Menschen, Infrastruktur und Dörfer bedrohen können.
Vitamin C schützt Fortpflanzung vor Kaliumperchlorat
Eine Studie mit Reisfischen zeigt, dass Vitamin C die Fruchtbarkeit vor Schäden durch das Umweltchemikal Kaliumperchlorat schützen kann. Die Forschenden berichten von weniger Hodenschäden und besserer Spermienproduktion, weitere Forschung ist nötig.