Eine aktuelle Studie von Duke Health, die in der Fachzeitschrift Neurology Open Access erschien, untersucht die Anwendung des Alzheimer-Medikaments Lecanemab in der Praxis. Das von der FDA zugelassene Arzneimittel soll schädliche Proteine aus dem Gehirn entfernen, um das Fortschreiten der Erkrankung im Frühstadium zu verlangsamen. Die Forschenden begleiteten über 230 Patientinnen und Patienten für bis zu 396 Tage.
Rund 80 Prozent der Behandelten konnten die Therapie mindestens ein Jahr lang fortsetzen. Ein zentraler Fokus lag dabei auf der Nebenwirkung ARIA, die Gehirnschwellungen oder Blutungen verursacht. Die wichtigsten Ergebnisse zur Sicherheit umfassen:
- Etwa 24,3 Prozent der Patienten entwickelten während der Behandlung eine ARIA.
- Personen mit zwei Kopien des Hochrisikogens APOE ε4 wiesen ein vierfach höheres Risiko auf.
- Rund 31 Prozent erlitten schwere unerwünschte Ereignisse wie Infusionsreaktionen, Stürze oder Schlaganfälle.
Interessanterweise beeinflusste das Auftreten von ARIA die kognitiven Testergebnisse nach zwölf Monaten nicht. Zur besseren Risikobeurteilung testete Duke Health ein KI-basiertes Werkzeug, das feine Veränderungen auf MRT-Scans frühzeitig erkennt. Auch wenn Lecanemab Alzheimer weder heilt noch Gedächtnisverluste umkehrt, schenkt die Verlangsamung der Krankheit den Betroffenen und ihren Familien wertvolle Zeit.
Schwierige Wörter
- nebenwirkung — Unerwünschte Folge oder Wirkung eines Medikaments.
- fortschreiten — Sich über die Zeit weiterentwickeln oder verschlimmern.
- umkehren — Einen Vorgang in den ursprünglichen Zustand zurückbringen.umkehrt
- schlaganfall — Eine plötzliche und gefährliche Störung der Gehirndurchblutung.Schlaganfälle
- beeinflussen — Einen Einfluss oder eine Wirkung auf etwas ausüben.beeinflusste
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Diskussionsfragen
- Warum kann eine Verlangsamung der Alzheimer-Krankheit für Betroffene und ihre Familien so wertvoll sein, obwohl das Medikament keine Heilung bringt?
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei der Verwendung künstlicher Intelligenz zur Früherkennung von Risiken in der Medizin?
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