Eine von der University of California Riverside geleitete Studie beschreibt ein Netzwerk, das die Kontrolle von Hand- und Armbewegungen über Hirnstamm und Rückenmark unterstützt. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Leiter der Studie ist Shahab Vahdat, Assistenzprofessor für Bioengineering an der UCR.
Die Forschenden nutzten funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), um die Aktivität bei kontrollierten Handbewegungen zu messen. Bei Mäusen wurde ein kleiner Hebel gedrückt; Menschen drückten ein Gerät mit variierender Kraft. Die Aufnahmen zeigten zwei Bereiche der Medulla mit starken Verbindungen zu sensomotorischen Hirnarealen.
Außerdem deuten menschliche Messungen darauf hin, dass obere Halsmarkssegmente als Relais dienen, bevor die Signale die Handmuskulatur aktivieren. Die Identifizierung dieses mehrstufigen Wegs könnte neue Ziele für Therapien nach Schlaganfall bieten, etwa durch gezielte Neuromodulation.
Schwierige Wörter
- hirnstamm — Teil des Gehirns unterhalb des Großhirns
- rückenmark — Lange Nervenbahn im Rücken, überträgt Signale
- funktionelle Magnetresonanztomografie — Bildgebende Methode zur Messung von Hirnaktivität
- medulla — Teil des Hirnstamms am Übergang zum Rückenmark
- sensomotorisch — Mit Sinneswahrnehmung und Bewegung verbundensensomotorischen
- relais — Zwischenstation, die Signale an nächste Stelle weiterleitet
- neuromodulation — Gezielte Veränderung der Nervenaktivität zur Therapie
- schlaganfall — Plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung im Gehirn
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie könnten neue Therapieziele nach Schlaganfall das Leben von Patientinnen und Patienten verändern?
- Welche Unterschiede zwischen den Maus- und den Menschenexperimenten stehen in dem Text?
- Was würden Sie bedenken, bevor Sie eine Behandlung mit Neuromodulation in Erwägung ziehen?
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