Eine neue Studie verfolgte mehr als 25.000 Erwachsene in den USA und fand, dass Menschen in stärker entwickelten Gebieten ein um 2,5% geringeres Risiko für einen ersten Schlaganfall hatten. Die Forschenden nutzten Daten aus REGARDS, einer Studie zu regionalen Unterschieden bei Schlaganfällen.
Zur Messung der Entwicklungsdichte verwendeten sie Satellitendaten für Straßennetze rund um Wohnorte. Der Zusammenhang blieb bestehen, nachdem Alter, Rasse, Geschlecht und Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck berücksichtigt wurden.
Als nächstes wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Merkmale der Umgebung diesen Effekt erklären, etwa Wohnungsdichte, Einzelhandel und Zugang zu Gesundheitsversorgung und öffentlichem Verkehr.
Schwierige Wörter
- schlaganfall — Plötzliche Störung der Blutversorgung im Gehirn
- risiko — Wahrscheinlichkeit, dass etwas Schlechtes passiert
- entwickelt — Mehr gebaut und besser organisiertentwickelten
- straßennetz — Alle Straßen in einer Gegend zusammenStraßennetze
- satellitendaten — Informationen von Satelliten über Orte
- berücksichtigen — Etwas bei einer Entscheidung mit einbeziehenberücksichtigt
- wohnungsdichte — Anzahl der Wohnungen in einer Fläche
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welches der genannten Merkmale (Wohnungsdichte, Einzelhandel, Zugang zur Gesundheitsversorgung, öffentlicher Verkehr) ist Ihnen wichtig? Warum?
- Würden Sie lieber in einem stärker entwickelten Gebiet wohnen? Warum oder warum nicht?
Verwandte Artikel
Wärme in der Schwangerschaft und Verlust männlicher Föten
Forscher fanden in Subsahara‑Afrika, dass mäßig warme Temperaturen während der Schwangerschaft mit vermehrten Verlusten männlicher Föten verbunden sind. Die Analyse nutzte Daten aus zahlreichen Geburten und nennt einen Schwellenwert bei 20 °C.
Kleine RNA steuert Cholesterin und Herzrisiko
Forscher identifizierten das kleine RNA-Molekül tsRNA-Glu-CTC, das in der Leber die Cholesterinproduktion und das Atherosklerose-Risiko beeinflusst. Studien an Mäusen und Untersuchungen mit Blutproben deuten darauf hin, dass der Mechanismus auch beim Menschen relevant ist.
Ungleiche Gesundheitsfolgen der Industriellen Revolution in England
Eine Studie in Science Advances zeigt, dass die Industrielle Revolution in England ungleichmäßige gesundheitliche Folgen hatte. Forschende verglichen Skelettreste aus zwei Gemeinden und fanden höhere Arsen‑ und Bariumwerte bei Frauen in South Shields.