In mehreren Studien untersuchten Forschende, warum Live-Musik oft stärkere Vorteile fürs Wohlbefinden bringt als andere Erfahrungen. Sie identifizierten einen sozialen Prozess namens kollektiver Überschwang (CE). CE kombiniert das Gefühl von Verbundenheit mit anderen und eine Empfindung von etwas Heiligem, das in einer gemeinsamen Menge entstehen kann.
Die Forschung besteht aus vier Studien mit universitären und Gemeinschaftsstichproben. Die Teilnehmenden füllten Umfragen aus und viele hatten kürzlich Musikfestivals besucht. In den ersten beiden Studien zeigte sich ein enger Zusammenhang zwischen CE und berichten Positivwirkungen; die beiden letzten Studien reproduzierten diese Befunde und legen nahe, dass die Effekte noch Tage andauern.
Die Ergebnisse erschienen im Journal Personality and Social Psychology Bulletin; Quelle: University at Buffalo.
Schwierige Wörter
- Forschende — Personen, die wissenschaftlich untersuchen oder forschen
- Wohlbefinden — Gefühl von körperlicher und seelischer Zufriedenheit
- kollektiver Überschwang — starke gemeinsame Emotion, die in einer Gruppe entsteht
- Verbundenheit — Gefühl, mit anderen Menschen zusammen zugehören
- Teilnehmende — Personen, die an einer Studie oder Veranstaltung teilnehmenTeilnehmenden
- Befund — Ergebnis einer Untersuchung oder einer StudieBefunde
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hast du schon einmal bei Live‑Musik ein starkes Gefühl der Verbundenheit erlebt? Beschreibe kurz die Situation.
- Warum denkst du, fühlen sich Menschen auf Musikfestivals näher zueinander als bei anderen Erlebnissen?
- Würdest du lieber ein Konzert besuchen oder zu Hause Musik hören, wenn du dein Wohlbefinden verbessern willst? Warum?
Verwandte Artikel
Probleme als Verlust: Mitarbeiter sprechen eher
Forscher fanden in drei Studien, dass Beschäftigte eher Vorschläge machen, wenn Führungskräfte Probleme als potenzielle Verluste darstellen statt als mögliche Gewinne. Die Analyse basiert auf fast 2.000 Teilnehmenden und echten Mitarbeiter‑Vorgesetzten‑Paaren.